Stadt soll schöner werden

Mit Unterstützung aus dem Städtebauförderungsprogramm will die Stadt das Scheunenviertel erhalten und sanieren. Das Projekt wurde deshalb auf die Liste der Bedarfsmitteilung gesetzt. Bild: rn

15 Einzelmaßnahmen mit Gesamtkosten von 933 000 Euro umfasst die Eschenbacher Bedarfsmitteilung für das Jahr 2016 zum Städtebauförderungsprogramm "Bund-Länder-Programm Stadtumbau West". "Die Hälfte sollte herauskommen", erhoffte sich Bürgermeister Peter Lehr mit Blick auf eine Förderung.

Die Beträge - festgestellt bis zum Jahr 2019 von der Stadtbau Amberg - betrachtete Lehr bei der Diskussion im und Zustimmung durch den Stadtrat als grobe Kostenschätzung. Er betonte, dass für verschiedene Projekte noch keine zeitliche Vorgabe bestehe. Die Regierung wolle jedoch frühzeitig informiert werden, um eventuell benötigte Fördermittel bereitstellen zu können. Es bestehe keine Pflicht, "beabsichtigte Maßnahmen" in einer bestimmten Zeit oder gar als Muss zu realisieren.

Der förderfähige Anteil an den Gesamtkosten für das Sanierungsgebiet "Altstadt" und den Bereich Stirnberg ist für das nächste Jahr mit 816 000 Euro angesetzt. Der größte Teil davon ist mit 358 000 Euro für das Taubnschusterhaus bestimmt, für dessen Sanierung für heuer bereits 437 000 Euro bewilligt sind. Zu den Mitteln für das städtische Fassadenprogramm wird Bürgermeister Peter Lehr in der nächsten Bürgerversammlung Stellung nehmen. Für den Abbruch der ehemaligen Volksschule II und des alten Feuerwehrhauses - falls sie erfolgen - sind für 2016 Teilbeträge von 100 000 beziehungsweise 50 000 Euro vorgesehen, für eine Neugestaltung des Bereiches am ehemaligen Gerätehaus 100 000 Euro. Die Maßnahmen sind laut Bürgermeister allerdings "nur als Eventualität" erneut in die Bedarfsmitteilung aufgenommen worden.

Plädoyer für altes Gebäude

Fritz Betzl sprach sich sofort gegen den Abbruch des alten Feuerwehrgerätehauses aus. Er wies dem Gebäude den Stellenwert einer Festhalle zu und erklärte: "Die bisherigen positiven Erfahrungen sollten berücksichtigt werden und zum Nachdenken anregen."

Für die Neugestaltung von Stirnbergstraße, Oberer Stirnbergstraße, Pappenberger Weg und Stegenthumbacher Straße will die Kommune bis 2018 insgesamt 650 000 Euro ausgeben, davon sind 50 000 Euro für 2016 vorgesehen. Für das Sanierungsgebiet Scheunenviertel, Bierweg und Felsenkeller werden förderfähige Kosten von 170 000 Euro angemeldet. "Zwei Felsenkeller sind durch einen Durchbruch miteinander verbunden", teilte Lehr mit und informierte über anstehende Statikarbeiten. Nach deren Abschluss sollen die Keller in den Bierweg integriert werden.

Zukunftsmusik sind noch die für die Fortschreibungsjahre 2017 bis 2019 angegebenen Maßnahmen. Für die Modernisierung des ehemaligen Vermessungsamts werden für 2017 800 000 Euro und für 2018 eine Million Euro an förderfähigen Kosten ausgewiesen. Planung und Neugestaltung des Friedhofswegs Ost stehen für die Jahre 2018 und 2019 mit jeweils 300 000 Euro auf der Liste.
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