Stadt und Bürger legen zusammen

Nur knapp 100 Jahre hatte das Reis- und spätere Hölleranwesen Bestand. Erbaut im Jahr 1920 wurde es einige Jahre später um eine Werkstatt erweitert und erhielt im Jahr 1972 ein Obergeschoss. Bild: rn

Der Ausbau der Oberen Zinkenbaumstraße hat begonnen. Etwa 900.000 Euro soll alles kosten. Schon in diesem Jahr werden die Anlieger zur Kasse gebeten.

Bürgermeister Peter Lehr informierte die Stadträte und Zuhörer in der Stadtratssitzung über den Stand. Die auf die Anlieger entfallenden Straßenausbaubeiträge werden auf drei Raten verteilt: 2015 und 2016 werden je 30 Prozent der umlagefähigen Kosten eingefordert. 2017 werde der Restbetrag fällig.

Erst nach Abschluss der Vermessung und dem Eintrag der Auflassungsvormerkungen für Grundstückveränderungen im Grundbuch werden die Endbescheide erstellt. "Das Ingenieurbüro für Tiefbautechnik hat die voraussichtlichen beitragsfähigen Kosten anhand des Ausschreibungsergebnisses mit 902 500 Euro berechnet", teilte das Stadtoberhaupt mit.

70 Prozent der Kosten

Da die Straße wegen des Schulbusverkehrs als Hauptverkehrsstraße eingestuft ist, habe die Stadt von den beitragsfähigen Kosten (571.500 Euro) 70 Prozent (400.050 Euro) als Eigenanteil zu übernehmen. Den beitragsfähigen Aufwand für Gehweg und Beleuchtung/Entwässerung bezifferte Lehr mit 201 000 beziehungsweise 130.000 Euro (jeweils 45 Prozent). Demnach seien auf die Anlieger 353 500 Euro umzulegen. Lehr räumte ein, dass dies eine erhebliche finanzielle Belastung darstelle.

Er schlug daher eine Regelung vor, die mit den Baumaßnahmen Unteres Meierfeld und Esperngasse vergleichbar ist. Dem schloss sich der Stadtrat einstimmig an. Vorgesehen ist nun, die Beitragspflichtigen bis in etwa zwei Monaten schriftlich über die beitragspflichtige Grundstücks- und Geschoßfläche und die zu entrichtenden Beiträge zu informieren.

Grundstück erworben

Begonnen haben die Bauarbeiten nach den Osterfeiertagen. Um den bisher engen Einmündungstrichter der Oberen Zinkenbaumstraße in die Kirchenthumbacher Straße zu verbreitern, hatte die Stadt ein kleines Gartengrundstück erworben und das dortige ehemalige Behelfsheim abgebrochen. Zusätzlich erwarb sie kürzlich auch das Anwesen der ehemaligen Spenglerei Höller.

Die Stadt leistet nach Überzeugung des Bürgermeisters damit einen weiteren Beitrag zur Sicherheit des innerstädtischen Verkehrs und zur optischen Verbesserung des Ortsbilds an der westlichen Stadteinfahrt. Nach Vorarbeiten begann das Abbruchunternehmen Fickenscher mit dem Abbruch des seit dem Ableben der Eheleute Höller leerstehenden Gebäudes.
Weitere Beiträge zu den Themen: Eschenbach (13379)Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.