Stadt- und Kreisrat Johann Gösl feiert 70. Geburtstag mit vielen Gratulanten
"Hoheit von Rackenstein"

Die Roggensteiner Blaskapelle spielte dem ehemaligen Gauschützenmeister Johann Gösl zum Geburtstag nicht nur ein Ständchen. Bild: dob
Wer sich als frischgebackener 70er fühlt wie 20 mit 50-jähriger Erfahrung, der kann beruhigt in die Zukunft blicken. Kreis- und Stadtrat Johann Gösl wurde im Schützenhaus am Samstagabend gefeiert wie ein König.

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer ernannte ihn zur "Hoheit von Rackenstein". Zepter und Krone schwang Gösl schon vor langer Zeit in einem Stück des "Bergg'moi-Theaters" Muglhof. Deshalb zierte auch ein königliches Bild mit prunkvollem Gewand seine Einladungskarte zum runden Jubiläum.

130 Gäste

Rund 130 Gäste gaben sich vier Tage nach Gösls Geburtstag ein Stelldichein. Alle Altersforscher, die zum 70. Schwerhörigkeit, Bluthochdruck, Diabetes, Potenzstörungen, Starrsinn und greisenhafte Vergesslichkeit als Begleiter voraussagen, müssen ihren Beruf verfehlt haben, meinte Wutzlhofer. Denn wer in der Rente stets mehr arbeitet, als noch im Beruf, oder sieben Tage die Woche als Stadt- und Kreisrat gefordert in der Region unterwegs ist, der könne gar nicht 70 Jahre sein.

Auf Gösl, der von seinen Freunden gerne als "Baider" bezeichnet wird, passe der Spruch: "70 Jahre jung zu sein ist meistens heiterer und hoffnungsvoller, als 40 Jahre alt zu sein." Seit einem Vierteljahrhundert ist der Roggensteiner mit kurzen Unterbrechungen im Stadtrat. Zuerst als Ortssprecher und ab 2002 als Stadtrat und seit vergangenem Jahr als Kreisrat. Sein Luhetal liegt ihm besonders am Herzen, obwohl er bei seiner kommunalpolitischen Tätigkeit für alle Bürger in der Großgemeinde ein offenes Ohr bereit hält.

In verantwortlicher Position bei der FDP/UW beeinflusste Gösl die Entwicklung der Kommune positiv, fair und gewissenhaft. Selbst bei kontroversen Diskussionen oder wenn Entscheidungen gegen seine Überzeugung fielen, war Gösl stets bereit zur Akzeptanz. Geradlinig und konsequent seine Meinung vertretend, dabei nie verletzend oder nachtragend, sei eine anerkennenswerte Einstellung, erkannte Wutzlhofer. "Dein fachlicher Rat und auch der Blick für das, was geht und nicht geht, war uns oft eine große Hilfe bei vielen Entscheidungsfindungen."

Seine Heiterkeit und gute Laune die er stets versprüht sei Gösls Wesensmerkmal, das er sich beibehalten solle. Denn: "Jede Minute, die man lacht, verlängert das Leben um eine Stunde". Damit habe der Jubilar die beste Voraussetzung 100 Jahre alt zu werden. Stellvertretender Landrat Albert Nickl kam mit Marianne Rauh und gratulierte im Namen des Landkreises.

Große Verdienste erwarb sich der jahrzehntelange Schützenmeister und ehemalige Gauschützenmeister um das Schützenwesen in der Region. Bis heute steckt der Jubilar ungemein viel Freizeitopfer in die Schützen. Die Roggensteiner Blaskapelle unter Leitung von Josef Wolfrath begleitete die Geburtstagsfeier ihres Mitglieds.

Noch zwei Jubiläen

Gösl ist seit 6. November 1965 mit Ehefrau Resi, einer geborenen Bäumler aus Ragenwies, verheiratet, die ihn ungemein den Rücken für seine Ehrenämter stärkt. Heuer steht nicht nur die goldene Hochzeit an sondern im Juli auch der 70. Geburtstag der Ehefrau. Seine Tochter und die zwei Söhne sowie die fünf Enkel ließen ihren Papa und Opa nicht nur einmal zum Festtag hochleben.

Pfarrer Gerhard Schmidt war genauso an der Festtafel zu finden wie die vielen Vereinsvertreter, Parteifreunde und sein früheres Arbeitgeber-Ehepaar Klaudia und Jochen Schmidt von der gleichnamigen Landschaftsgartenbaufirma aus Schirmitz, bei der Gösl die letzten 34 Jahre seines Berufslebens als Maurermeister angestellt war und auch heute noch hilft.
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