Stadtmuseum trägt ihre Handschrift
Verstorben

Neustadt/WN. (ms) Am Montag hätte Maria Trottmann nach überstandener Lungenentzündung eine Reha im Krankenhaus Erbendorf antreten sollen. Doch in der Nacht zum Freitag erlitt sie einen Rückfall und musste erneut ins Klinikum Weiden. Nur wenige Stunden später starb die 87-Jährige, die sich große Verdienste um die Kreisstadt erworben hat, an einer Lungenembolie.

Sie wurde 1928 als Maria Schrembs in München geboren. Aufgewachsen ist sie in Erbendorf. 1950 heiratete sie den Arzt Dr. Eduard Trottmann. 1958 zog die Familie ins neue Haus nach Neustadt in der Naabstraße, wo Sohn Reinhard seit vielen Jahren eine Arztpraxis unterhält. 1971 starb ihr Mann, der damalige stellvertretende Landrat. Wie die Witwe das Leben gemeistert hat, ist bewundernswert. Sie zog ihre sieben Kinder - ein achtes war bald nach der Geburt gestorben - auf und fand noch Zeit, sich für die Allgemeinheit zu engagieren.

1978 kandidierte sie auf der CSU-Stadtratliste. Vom letzten Platz aus gelang ihr prompt der Einzug in den Stadtrat. 15 Jahre lang gehörte sie dem Gremium an. 1993 schied sie auf eigenen Wunsch vorzeitig aus. Ihr großes Hobby war das Stadtmuseum, um dessen Aufbau sie sich bleibende Verdienste erworben hat, ebenso beim Stadtarchiv. Selbst nach 1993 brachte sie sich noch viele Jahre freiwillig in Museum und Archiv ein. Das große Stadtjubiläum 1982 trug die Handschrift der Kulturreferentin. Dieses Amt übte sie von 1984 bis zum politischen Rückzug aus. Von 1984 bis 1990 vertrat sie zudem die Interessen der Kreisstadt im Kreistag. Für ihr großes Engagement wurde sie 1991 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Trauergottesdienst ist am Mittwoch, 19. August, um 11 Uhr in der Pfarrkirche in Erbendorf, anschließend Beerdigung.
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