Stadtnotizen

Vorsitzender Raimund Pinzer (vorne, Zweiter von links) lobte die fleißigen Sammler Tobias Menzel (links), Nikolai Horn (rechts), Vanessa (Zweite von links) und Lukas Heindl (Dritter von rechts) sowie Walter Kukla (Dritter von links, hinter ihm Raimund Pinzer junior). Bild: jzk
Volle Sammeldosen

Kemnath. (jzk) Eine positive Bilanz der Kriegsgräbersammlung zog Vorsitzender Raimund Pinzer in der Zoiglstube "Houderer". Er dankte allen Spendern sowie den acht Sammlern. Vor allem lobte er Tobias Menzel, Nikolai Horn, Vanessa und Lukas Heindl und Walter Kukla für ihren Einsatz bei der Dosensammlung.

Anton Heindl, Kassier der Krieger- und Soldatenkameradschaft, ging auf die Aufgaben des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge ein. Dieser betreue in 45 Staaten über 832 Kriegsgräberstätten mit einer Fläche von 770 Hektar, "so groß wie 980 Fußballfelder". In den vergangenen 20 Jahren - nach der Öffnung der Grenzen in Mittel-, Ost- und Südeuropa - habe der Volksbund weit über 800 000 Kriegstote geborgen und bestattet, hatte ihm stellvertretender Generalsekretär Bernhard Hanse in einem Schreiben mitgeteilt. Ein großer Teil von ihnen konnte noch identifiziert werden. In diesem Jahr wurden wieder etwa 32 000 Kriegstote aus ihren ursprünglichen, vielfach von Überbauung und Plünderung bedrohten Ursprungsgrabanlagen geborgen.

"Bei der Pflege von Kriegsgräberstätten im Ausland können junge Menschen selbst sehen, was ein Krieg anrichten kann", heißt es in dem Brief weiter. Persönliche Erfahrungen seien viel prägender als alles Wissen aus Büchern, Filmen oder aus dem Internet.
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