Stadtnotizen

Von der Dunkelheit zum Licht

Kemnath. (jzk) "Von der Dunkelheit zum Licht" lautete das Thema des dritten ökumenischen Gottesdienstes in diesem Jahr. Die Pfarrer Konrad Amschl und Dirk Grafe sowie der Arbeitskreis 365 hatten in die Stadtpfarrkirche eingeladen.

Nach dem Eingangslied "Herr, gib uns Mut zum Brückenbauen" las Amschl eine russische Legende vor. "Zu spät, die Chance ist vertan" war die bittere Erkenntnis einer alten Frau, die ihre Hilfe für das neu geborene Kind aus Bequemlichkeit auf den nächsten Tag verschob und damit zu spät kam. Dieses "Morgen", das wir Menschen immer wieder schnell auf den Lippen haben, lege sich wie ein dunkler Schatten über unser Leben.

In der abgedunkelten Kirche lasen Elisabeth und Josef Heindl eine Meditation über positives und negatives Denken vor. Viele gut gemeinte Ansätze endeten in der Dunkelheit und in Beklemmung, Hoffnungslosigkeit, Enttäuschung sowie Niedergeschlagenheit.

"Es gibt eine Lösung", die sichere Flucht nach vorne, ins Licht, hin zu Gott, betonte Amschl beim Sündenbekenntnis. "Ihr seid das Licht der Welt", hieß es im Matthäus-Evangelium, das Grafe vorlas. Das Licht der Menschen solle leuchten, damit sie ihre guten Werken sehen, den Vater im Himmel preisen und die Dunkelheit vertreiben. Niemand solle resignieren, denn wenn viele kleine Lichter zusammen brennen, gebe es einen hellen Schein. Eine Fürbitte galt zerstrittenen Familien, damit sie sich zur Versöhnung die Hand reichen.

Die Kollekte war für die Flüchtlingshilfe im Nahen Osten bestimmt. Nach dem Segen spielte Josef Zaglmann "Sing mit mir ein Halleluja." Für den Nachhauseweg las Ilka Spiegler ein Gedicht von Peter Roth vor.
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