Stadträte im Gruppengefecht

Zielen mit dem Sturmgewehr der US-Armee: Das durften Bürgermeister Peter Lehr (stehend, Fünfter von links) sowie einige Stadträte auf einer Infanterie-Schießbahn des Truppenübungsplatzes. Eingeladen dazu hatte die US-Partnereinheit mit Oberstleutnant Kyle A. Reed (stehend, Sechster von links) an der Spitze. Bild: rn

"Eschenbach Helau": Kaum waren diese Rufe verhallt, ließen es die Stadträte auf andere Weise kräftig krachen: mit dem amerikanischen Gewehr M 4.

Die US-Partnereinheit der Kommune, die 1. Schwadron des 91. Luftlanderegiments der US-Armee, hatte zu einem Schießen mit dem Sturmgewehr der US-Armee auf eine Infanterie-Schießbahn des Truppenübungsplatzes geladen. Sie revanchierte sich damit für den Freundschaftsdienst der Stadt, die für die Soldaten für November 2014 eine Besichtigung des BMW-Werks und einen Gang durch die Altstadt von Regensburg arrangiert hatte.

Oberstleutnant Kyle A. Reed dankte den Repräsentanten der Stadt für ihr Kommen. Er zeigte sich überzeugt, dass Begegnungen dieser Art die gegenseitigen Beziehungen verstärken, und deutete weitere Treffen an.

Schwere Schutzwesten

Oberleutnant Slipher oblagen die Sicherheitsbelehrung der Gäste und die Einweisung in die Waffe. Auf die Verhaltensanweisungen folgten das Anlegen der schweren Schutzweste sowie die Übergabe von Helm und Waffe. An den Stellungen übernahmen Feldwebeldienstgrade die Aufsicht und gaben den Stadtratsschützen Hilfe bei der Bedienung der ungewohnten Waffe.

Die Übung selbst glich einem Gruppengefechtsschießen auf eine Entfernung zwischen 50 und 300 Meter. Abwechselnd und jeweils nur wenige Sekunden lang dienten die in jeder Armee verwendeten "Klapp-Kameraden" als Ziele.

In den Stellungen liegend aufgelegt, liegend freihändig und knieend aufgelegt konnten insgesamt 40 Schuss abgegeben werden. Als ungewohnt und auch als leicht hinderlich beurteilten die Gäste die Schutzwesten. Trotzdem erreichten Ludwig Schneider 35, Peter Lehr 31 und Franz Fuchs 31 Wertungspunkte.

Nach dem letzten Schuss sagte Oberstleutnant Kyle A. Reed, dass es eine Ehre sei, mit den Stadträten einen Nachmittag auf der Schießbahn zu verbringen. "Wir wollen nicht nur derartige Schwerpunkte setzen", versicherte jedoch der Kommandeur. Er und Angehörige seiner Einheit haben bereits mit großer Begeisterung an Festlichkeiten in Eschenbach teilgenommen. "Wir sind nur Gäste in Deutschland, und freuen uns auf so gute Beziehungen und erlebte Kultur", versicherte Reed. Zur Erinnerung überreichte er jedem Stadtrat den Coin der Einheit für ausgezeichnete Leistung.

Weitere Fahrten in Planung

Bürgermeister Peter Lehr dankte für die Organisation des Schießens und sprach von einem beeindruckenden Erlebnis. Er sah in der Veranstaltung einen Beitrag zum Zusammenwachsen der beiden Partner und kündigte weitere Fahrten für die Soldaten an.
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