Stadtrat besichtigt Eschenbacher Unternehmen Elma
Ausgeklügelte Systeme

Mit Karin und Elke Dürr (links) sowie Manfred Kausler (rechts) tauchten die Stadträte ein in Förderschnecken, die zur Aufbereitung von Silicium bestimmt sind. Bild: rn
Anlagen der Firma Elma stehen nicht nur in Deutschland. In Betrieb sind sie auch in Belgien, Marokko und auf Madagaskar. Von der Leistungsfähigkeit der Anlagenbauer überzeugte sich der Stadtrat.

Der Appell zu mehr Frauen in Führungspositionen gleicht bei Elma dem Eulentragen nach Athen. Denn empfangen wurden die Kommunalpolitiker von den beiden Chefinnen Karin und Elke Dürr, Mutter und Tochter. Sie bereiteten den Besuchern einen informativen Nachmittag. Beim Rundgang durch die Abteilungen des Unternehmens erlangten die Stadträte einen Einblick in dessen Leistungsbreite.

Erste Eindrücke sammelten sie in den Planungsbüros. Neben Planzeichnungen ließen 3D-Simulationen die Vielfalt der Aufträge und die damit verbundenen hohen Anforderungen an die Konstruktionsmechaniker erkennen. Als Voraussetzung für die Tätigkeit im Konstruktionsbüro nannten die Damen gründliche handwerkliche Ausbildung, Berufserfahrung mit anschließende Meister- oder Technikerschule. Der Gang durch die Grob- und Feinplanungsbereiche ermöglichte einen Überblick über die demnächst beginnenden Fertigungsprozesse. Nicht alltäglich ist der Bau einer Anlage zur Aufbereitung von Bahnschotter. Dazu ist eine 60 Meter lange Bandbrücke zu erstellen, die in zwölf Meter Höhe eine Bundesstraße überquert. "Unsere Konstrukteure begannen ihre Arbeit erst nach dem Vorliegen einer Vorstatik und der Vorarbeit mit 3D-Modell durch ein Vermessungsbüro", erklärte Karin Dürr.

Millimetergenaue Planung

"Wir wollten sicher gehen, dass der Bau der Anlage in dieser Ausführung möglich ist. Erst dann gingen wir zur millimetergenauen Feinplanung über." Die Planung für einen Auftrag im ehemaligen Schieferwerk Degus in Thüringen sei erst in Vorbereitung. Dabei geht es um die Schieferaufbereitung über Trocknungs-, Brecher- und Siebanlage zur Beschichtung von Dachpappe.

Am Fünf-Millionen-Auftrag ist Elma mit 18 Monteuren zur Hälfte beteiligt. Im wahrsten Sinn des Wortes schwergewichtig ist der Elma-Beitrag für eine Steinmahlanlage. Zu ihr gehören ein Turm mit einer Höhe von 42 Meter und eine Brech- und Siebanlage mit einem Durchmesser von 8,5 Meter. Deren Blechstärke reicht bis zu 15 Millimeter. "Insgesamt verarbeiten wir dafür 300 Tonnen Stahl", versicherte Elke Dürr den Stadträten. Zur Montage seien 300-Tonnen-Autokräne erforderlich.

Sie stellte den Gästen das ausgeklügelte, zeitgerechte System zur Koordinierung der Fertigung vor und sprach von einer stets termingerechten Fertigung und Auslieferung der Erzeugnisse. Beim Gang durch die Fertigungshallen begleitete die Besuchergruppe zusätzlich der für den Verkauf zuständige Mitarbeiter Manfred Kausler. Abwechselnd informierten die Firmenrepräsentanten über aktuelle Fertigungsabläufe und den dazu erforderlichen Einsatz leistungsstarker Anlagen.
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