"Stadtrat mit Ecken und Kanten"

30 Jahre vertrat Johannes Meister die Kemnather Bürger im Stadtrat: Für das langjährige Wirken bekam er in der Weihnachtssitzung von Bürgermeister Werner Nickl die Ehrenmedaille der Stadt verliehen.

Kemnath. (stg) In seiner Laudatio ließ Bürgermeister Werner Nickl die Zeit von der ersten Wahl Johannes Meisters 1984 bis hin zum Verzicht auf eine erneute Kandidatur 2014 Revue passieren. "30 Jahre Ehrenamt, das heißt auch 30 Jahre Mitverantwortung getragen für unsere Stadt und die Bürgerschaft", sagte Nickl.

Zweitbestes Ergebnis

1984 sei Meister mit dem zweitbesten Stimmenergebnis der Freien Wähler in das Gremium berufen und bei den folgenden Wahlen immer mit hohen Stimmanteilen bestätigt worden. 1990 stieg Meister für die Freien Wähler als Bürgermeisterkandidat gegen Amtsinhaber Peter Prechtl in den Ring. Im Stadtrat war er 18 Jahre lang Mitglied im Finanzausschuss, sechs Jahre im Rechnungsprüfungsausschuss, zwölf Jahre im Schulverband und sechs Jahre in der VG-Versammlung. Auch dem Kreistag des Landkreises Tirschenreuth gehörte Meister 18 Jahre lang an. Bereits 2002 erhielt der Kemnather die Kommunale Dankurkunde und 2008 die Verdienstmedaille in Silber des Landkreises verliehen.

Als Stadtrat habe Johannes Meister vieles mitentschieden, viele freudige Ereignisse mitbeeinflusst und mitgefeiert, aber auch viele Nachteile in Kauf nehmen müssen und viel Zeit geopfert, wusste Nickl. "Mit Ihrer Geradlinigkeit und Hartnäckigkeit sind Sie auch schon mal angeeckt und haben für intensivste und auch kontroverse Diskussionen im Gremium gesorgt", sagte der Rathauschef mit Blick auf das Thema Klärschlammvererdungsanlage.

Nicht "bequem"

Meister sei kein "bequemer" Stadtrat gewesen, sein Amt habe er mit "Ecken und Kanten" ausgeübt, dabei aber stets das Wohl der Allgemeinheit im Fokus gehabt. "Gerade das macht wertvolle Arbeit im Stadtrat aus: unterschiedliche Charaktere, unterschiedliche Meinungen und Vorstellungen bringen das beste Ergebnis für die Bürger", betonte Nickl. Den Glückwünschen schlossen sich die Fraktionssprecher an. Meister dankte für die Ehrung: Er sei erfreut, dass in der Laudatio seine "Ecken und Kanten" nicht übergangen worden seien.
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