Stadtrat regelt die Zuschussvergabe bis Ende 2017
Vereinsrichtlinie geht in den Probebetrieb

Viele Vereine leisten hervorragende Arbeit im Nachwuchsbereich, zum Beispiel die Knabenkapelle. Sie vertritt Auerbach auch oft nach außen. Derartiges Engagement will die Stadt in Zukunft anhand der vom Stadtrat beschlossenen Richtlinien fördern. Bild: swt
"Feuer frei für die Vereine", freute sich ein sichtlich erleichterter Bürgermeister Joachim Neuß über die jetzt endgültig verabschiedeten Förderrichtlinen für Vereine. Bei zwei Anläufen vertagte sie der Stadtrat; am Mittwochabend winkte er sie nun endlich durch.

Der von den Freien Wählern im April eingereichte Antrag wurde mehrfach überarbeitet. Die SPD hatte auf eine Lockerung gedrängt, die CSU mehrere Einschränkungen verlangt (wir berichteten ausführlich). Fraktionssprecher Holger Eckert von den Freien Wählern konnte zwar die Umstände nicht ganz nachvollziehen, dankte aber "für die gute Lösung und den demokratischen Weg".

Nur das Original zählt

Geld gibt es nur auf Antrag, der vor einer Aktion gestellt werden muss. Eine Ausnahme gilt bei der sogenannten Investitionsförderung für Neubauten, Erneuerungs- und Instandsetzungsarbeiten, Erweiterungen sowie Anschaffungen. Dabei werden Kosten anerkannt, die dem Verein bei der unmittelbaren Erfüllung seines Zwecks entstehen.

Die Gesamtfinanzierung muss gesichert sein, und die Stadt will grundsätzlich Originalbelege sehen. Ausgaben für gewerbliche Tätigkeiten - etwa einen Wirtschaftsbetrieb - werden nicht berücksichtigt. Ziel dieser Richtlinie ist, die Vereine und Organisationen bei überregional bedeutenden Veranstaltungen oder herausragenden Aktivitäten zu unterstützen.

Die Förderhöhe für Investitionsförderung beträgt fünf Prozent der nachgewiesenen und anerkannten Kosten. Über die Vergabe entscheidet der Stadtrat, soweit Haushaltsmittel verfügbar sind. Die Richtlinien treten ab sofort in Kraft und gelten vorerst bis zum 31. Dezember 2017.

Dr. Edmund Goß (SPD) begrüßte die überarbeitete Fassung - "auch wenn sie nicht auf eine DIN-A4-Seite passt" - und die Möglichkeit, nach 2017 noch einmal anhand der gemachten Erfahrungen darüber nachzudenken. Einen Dank für die konstruktive Arbeit an der Förderrichtlinie sprach Herbert Appl (CSU) an seine Kollegen aus.

"Wer hat's erfunden ...?"

Dass eine derartige Richtlinie immer wieder von der CUU gefordert worden sei, wollte deren Fraktionssprecher Johann Kaiser zum Schluss noch einmal anmerken.
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