Stadtwerke investieren in Gmünd

Die Firma Kollmer presst das rund 14 Meter lange Stahlschutzrohr unter der Bundesstraße durch. Darin wird die eigentliche Leitung unter der Straße das Wasser transportieren. Der Bypass ermöglicht es, das Pumpwerk im Störungs- oder Umbaufall vom Netz zu nehmen.

Der Hochbehälter für die Wasserversorgung von Hütten und Gmünd ist entbehrlich. Bevor er vom Netz genommen wird, muss das Pumpwerk umfunktioniert werden. Die Stadtwerke investieren dafür rund 322.000 Euro. Eine Einschränkung bei der Versorgung soll es nicht geben.

Das in die Jahre gekommene Pumpwerk der Wasserversorgung in Gmünd - direkt an der B 299 - wird modernisiert. Weil der 300 Kubikmeter fassende Hochbehälter auf dem Losberg bei Hütten im Jahr 2015 vom Netz genommen wird, sei es erforderlich, das bisherige Pumpwerk, dessen Aufgabe es war, das Trinkwasser für die Versorgung der Ortsteile Gmünd und Hütten in den Hochbehälter zu fördern, zu einer Druckerhöhungsanlage umzufunktionieren.

Versorgung sichergestellt

Wie Tiefbauleiter Michael Wagner vom Architektur- und Ingenieurbüro Schultes mitteilt, haben Berechnungen ergeben, dass der Hochbehälter für die Wasserversorgung von Hütten und Gmünd entbehrlich sei. Die Versorgung der beiden Ortsteile könne über die Druckzone Grafenwöhr ebenso sichergestellt werden, was Wartungs-, Kontroll- und Unterhaltskosten für den Hochbehälter spart. Außerdem sei die Sanierung des Hochbehälters zwingend erforderlich gewesen, welche einen mittleren sechsstelligen Betrag verschlungen hätte. Aus diesem Grund haben sich die Verantwortlichen der Stadtwerke entschlossen, das bisherige Pumpwerk Gmünd zu modernisieren und den Hochbehälter stillzulegen.

Derzeit führt die Firma Kollmer Bohr- und Tiefbau GmbH aus Kirchenthumbach die Umbauarbeiten an der Wasserleitung aus. Als erstes wurde die Bundesstraße 299 mit einem Stahlschutzrohr unterquert, durch welches anschließend ein Wasserleitungsrohr DN 200 geführt wurde, um eine Verbindung zwischen den Wasserleitungen von Grafenwöhr nach Hütten und zum Industriegebiet in Hütten zu schaffen. Derzeit sei der Verkehr deshalb auf der B 299 Richtung Kaltenbrunn durch die Baustelle behindert. Ist dieser Bypass fertig, kann das Pumpwerk Gmünd außer Betrieb genommen werden, um die Erneuerung der Maschinen- und Elektrotechnik vorzunehmen.

Als weitere Aufgabe wird die Trinkwasserleitung zum Hochbehälter hinter der Siedlung Stadelwiesen gekappt und verschlossen. Auch hier nimmt die Firma einen Ringschluss der Wasserleitung vor, um die Versorgungssituation zu verbessern. Kleinere Asphaltierungs- und Pflasterarbeiten runden diese Maßnahme ab, die mit knapp 122 000 Euro zu Buche schlägt. Alte Technik aus den 60er Jahren wird erneuert. Auch im Inneren des Gebäudes wird die komplette Technik erneuert, um einen zeitgemäßen Betrieb der Wasserversorgungsanlage sicherzustellen. Hier erhielt die Fachfirma SHM GmbH aus Waldsassen als günstigster Bieter den Zuschlag zum Preis von rund 180.000 Euro, so dass für die Sanierung und die Verbesserungsarbeiten ein Betrag von mehr als 300.000 Euro aufgewendet werden muss. Die Arbeiten im Inneren des Gebäudes erfolgen in den Monaten Mai, Juni und Juli 2015.

Kontrollfahrten entfallen

Helmut Amschler, Vorstand der Stadtwerke, spricht von einer Zukunftsinvestition: "Dadurch erhöhen wir die Versorgungssicherheit im gesamten Gemeindegebiet." Weiter werde die Sanierung und die Erweiterung des Hochbehälters in Hütten vermieden, welche einen Betrag von mindestens 500.000 Euro verschlungen hätte. Zukünftig entfallen die zeitaufwendigen Kontrollfahrten von Grafenwöhr zum Hochbehälter und auch der Betrieb des bisherigen Pumpwerks wird nicht mehr wie bisher manuell, sondern durch eine übergeordnete Steuerung erfolgen. Während der Bauarbeiten sind keine Einschränkungen der Wasserversorgung zu befürchten, wie die Stadtwerke mitteilen. Lediglich der Brandschutz kann für eine begrenzte Zeit nicht über die Wasserleitung bereitgestellt werden. Die Feuerwehr sei darüber informiert worden.
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