Staffel 27 mit Überraschungen: Neue Folgen des ARD-Klassikers "Großstadtrevier" ab Montag
Dirk Matthies wirft die Brocken hin

Jan Fedder bei den Dreharbeiten der ARD-Serie "Großstadtrevier" neben der Kamera am Drehort in Hamburg. Nach überstandener Krebserkrankung ist der Schauspieler wieder zurück in seiner Rolle als Dirk Matthies. Bild: dpa

Das Großstadtrevier steht unter Schock: Kaum ist Dirk Matthies (Jan Fedder) nach überstandener Krankheit zurück aus Kanada, wirft er alles hin. Ein Schicksalsschlag lässt ihn seine Uniform an den Haken hängen. Und diese Entscheidung hat Konsequenzen für das ganze 14. Revier - nichts ist mehr, wie es einmal war.

Von Montag (18.50 Uhr) an strahlt die ARD 16 neue Folgen des Vorabendformats "Großstadtrevier" aus. Es ist bereits die 27. Staffel des Serienklassikers von St. Pauli. Neben der beliebten Crew um Jan Fedder, Jens Münchow (als Paul Dänning) und Maria Ketikidou (als Harry Möller) standen für die neue Staffel auch Prominente wie Bettina Tietjen, Karl Dall und Carlo von Tiedemann vor der Kamera.

Alter Haudegen

Sechs Folgen lang hatten die Zuschauer in der vergangenen Staffel auf den beliebten Kommissar Dirk Matthies verzichten müssen: Eine Krebsdiagnose zwang Jan Fedder zur Pause. "Die Rückkehr an den Dreh war wunderbar", erzählt der 58-Jährige. Schließlich seien die Kollegen nach mehr als 20 Jahren wie eine Familie für ihn. Jens Münchow berichtet von einer großen Ehrfurcht, die zu Beginn des Drehs herrschte. Doch: "Nach ein paar Tagen war es so, als ob er nie weggewesen ist."

Doch die Krankheit hat Spuren hinterlassen - bei Schauspieler und Figur. Während Jan Fedder das Rauchen aufgegeben hat, ist Dirk Matthies empfindlicher geworden. Das zeigt sich gleich zu Beginn der neuen Staffel. Als Matthies' größter Widersacher Dr. Wentz (Tim Grobe) sein Aussehen kommentiert, ist das Maß voll: Der Kommissar wittert kurz danach eine Chance, dem dubiosen Juristen mit seinen linken Machenschaften das Handwerk legen zu können. Die Kollegen fürchten, dass sich Matthies verrennt - nicht zu Unrecht.
Ist Matthies noch tragbar für das 14. Revier? Die Polizeibehörde hat nach dieser Privatfehde ihre Zweifel und ermittelt gegen den Beamten. Doch bevor es zu einem Ergebnis kommt, passiert das Unfassbare: In einer Doppelfolge erschießt Matthies einen jungen Menschen - und will danach aufhören. Auf Zureden nimmt er seine Entscheidung zurück, doch die Uniform bleibt im Schrank. Matthies wird Milieu-Ermittler.

Ermitteln im Milieu

Als Informant, vertrauensvoller Zuhörer und Verhandlungsführer macht der Kommissar künftig das, was er am besten kann: Auf dem Kiez ermitteln. Partner Paul Dänning bleibt indes in Uniform und muss sich nicht nur mit einer neuen Partnerin arrangieren. Auch Matthies ist auf seine Hilfe angewiesen. Das stellt die Freundschaft zwischen den beiden auf eine harte Probe.

Jan Fedder findet den Umbruch seiner Figur sehr interessant: "Wir wollten mal etwas Neues ausprobieren. Es ist ein Experiment". Die Dreharbeiten zu den zwei actionreichen Folgen hätten ihn so richtig gefordert und "tierischen Spaß gemacht". "Das sind die beiden besten Folgen, die wir je gedreht haben", sagte Fedder. Seit 1990 spielt der gebürtige Hamburger die Rolle des Polizisten. Und er denkt nicht ans Aufhören: "Wenn es geht, mache ich gerne noch 25 Jahre. So lange das Publikum das alte Zirkuspferd noch im Kreis laufen sehen will, läuft es."
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