Starke Gewerkschaften gefragt

Gewerkschaft heißt für ein besseres Leben zu kämpfen, und dies ein Leben lang. Dies zeigte sich bei der Jubilarehrung der IG Bau. Es wurden Mitglieder für 25, 40, 50, 60 und 65 Jahre Treue ausgezeichnet.

Altenstadt/WN. (adj) Im gebührenden Rahmen belohnte der Bezirksverband Oberpfalz der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt am Sonntag viele Männer und Frauen für langjährige aktive Mitgliedschaft. Im Saal von "D'Wirtschaft" begrüßte der Bezirksvorsitzende Stefan Königsberger die Jubilare mit den Worten: "Sie haben den Grundstein für den Erfolg der IG Bau gelegt. Sie haben ein Stück Geschichte mitgeschrieben. Besonders zu Zeiten von Krisen ist das ehrenamtliche Engagement sehr wichtig."

Der Falsche Weg

Landtagsabgeordnete Anette Karl unterstrich, wie wichtig die Gewerkschaften sind. Sie bestimmten in vielen Bereichen die Geschicke der Wirtschaft mit. Der Kampf für den Menschen stehe dabei im Mittelpunkt. Es sei der falsche Weg, wenn sich die Gewerkschaften von den starken Gemeinschaften hin zu Spartenvertretungen entwickelten. "Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitszeiten und Freizeit total. Gerade in dieser Zeit des großen Umbruchs sind starke Gewerkschaften gefragt."

Regionalsekretär Peter Hofmann vom Deutschen Gewerkschaftsbund unterstrich, dass sich auch die Hauptamtlichen viel Kraft und Motivation für ihre tägliche Arbeit bei den Jubilarehrungen holten. Durch das ehrenamtliche Engagement werden wir immer wieder motiviert." Hofmann mahnte die Wertschätzung für die arbeitenden Menschen durch die Arbeitgeber und die Politik an. Von einem Mindestlohn von 8,50 Euro könne man eine Familie nicht ernähren.

IG-Bau-Regionalleiterin Gundi Tillmann gratulierte den Geehrten. In vielen Jahrzehnten hätten sie viel erreicht. Heute sei die Zeit zum zurück Blicken, aber auch zum nach vorne Schauen. "Es ist Zeit, dass für gleiche Arbeit auch der gleiche Lohn bezahlt wird." Der Lohn müsse zum Leben reichen. Es müsse Absicherungen für Krisenzeiten, Krankheit und Alter geben.

Für faire Arbeit

Der Hunger des Kapitals sei grenzenlos geworden, bedauerte die Sprecherin. Die Arbeitgeber unterliefen die Rechte der Arbeitnehmer. "Wir müssen für faire Arbeit, für ein gutes Leben einstehen." Auch aus diesem Grund seien die Jubilare mit ihrem jahrelangen ehrenamtlichen Engagement für die Gewerkschaften unentbehrlich.

Mit Urkunden und Präsenten zeichnete Königsberger die Jubilare aus. Er bedauerte, dass nicht alle anwesend sein könnten.
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