Startschuss rückt näher

Bürgermeister Joachim Neuß (links) und Leitender Baudirektor Hans-Peter Schmucker betonten die entscheidende Bedeutung des Hochwasserschutzes für die Dorferneuerung Hagenohe 2. Bild: sck

Als einfache Dorferneuerung gilt Hagenohe 2 im Amtsdeutsch. Einfach heißt aber nicht unbedingt auch schnell. Leitender Baudirektor Hans-Peter Schmucker rechnet mit einer Dauer von etwa zehn Jahren und klärt auf, wovon sie abhängt.

Das Hauptreferat beim Informationsabend zur "Einfachen Dorferneuerung Hagenohe 2" bestritt der Leitende Baudirektor Hans-Peter Schmucker vom Amt für ländliche Entwicklung der Oberpfalz in Tirschenreuth. Er erläuterte die bayernweite Initiative "Boden:ständig" mit den Zielen, die Bodenerosion zu bremsen und den Gewässerschutz zu stärken. Diese Initiative entwickelte sich in den vergangenen Jahren bei den Verfahren zur Dorferneuerung zum flächendeckenden Gesamtprojekt in Bayern. Sie wurde auch für die Teilnehmergemeinschaft Hagenohe-Ranzenthal als Rahmen gewählt.

Hochwasser bändigen

Für die einfache Dorferneuerung Hagenohe 2 prognostizierte Schmucker eine Dauer von etwa zehn Jahren. Sie hänge davon ab, wie schnell die Entscheidungsfindung vorankommt und ob bei Einsprüchen gegen die gefällten Entscheidungen das Verwaltungsgericht angerufen wird. Die Initiative "Boden:ständig" nehme gezielt die Hochwasserproblematik in Angriff, um zu vermeiden, das in sanierten Ortsbereichen das Geschaffene nach starken Regengüssen "den Bach runtergeht" oder durch Schlammlawinen zerstört wird.

Baudirektor Schmucker gab einen kurzen Einblick in die Organisation der Verwaltung für ländliche Entwicklung in Bayern und die sieben Ämter für ländliche Entwicklung (ALE) in den Regierungsbezirken. Er selbst leitet beim ALE Oberpfalz in Tirschenreuth die Abteilung I "Land und Dorfentwicklung". Derzeit werden 69 Verfahren, 44 Vorhaben, acht integrierte ländliche Entwicklungsverfahren - etwa die Frankenpfalz - und zwei Gemeindeentwicklungsverfahren betreut.

Geduld gefragt in Welluck

Während die Verfahren in den meisten Ortsteilen Auerbachs bereits abgeschlossen sind oder ihrem Ende entgegengehen, läuft Michelfeld noch. Mit dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Hagenohe 2 werde die Dorferneuerung Hagenohe-Ranzenthal vorbereitet. Eine Dorferneuerung in Welluck-Nitzlbuch müsse wohl noch bis etwa 2020 warten.

Schließlich ging Schmucker auf die Förderrichtlinien und die Grenzen der Maximalförderung ein. Anhand von Beispielen aus Bayern, aber auch aus den Verfahren in den Ortsteilen Auerbachs verdeutlichte er, dass mit Genehmigung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) auch höhere Förderungssummen möglich sind.

Ein Startschuss für Hagenohe-Ranzenthal rückt nach einer ersten Vorstandssitzung am Donnerstag, 12. November, näher. Dabei plädierte Bürgermeister Joachim Neuß für eine gemeinsame Ideenfindung als Basis für einen Dorferneuerungsplan. Dieser wird dann von Landschaftsarchitekt Wolfgang Fetsch erstellt, der bereits erfolgreich im Stadtgebiet tätig gewesen sei. Er arbeite in direkter Abstimmung mit Stadtbaumeisterin Margit Ebner. Baurat Andreas Schmidt betreut das Projekt.
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