Statt Böller drei Mal Party pur

Große Lasershow in Schwarzenfeld, "Tonegift"-Sound in Schwandorf und ebenso gute Laune in Oberviechtach: Zum Jahreswechsel war auf den Marktplätzen Party angesagt.

Schwandorf/Schwarzenfeld/Oberviechtach. (cv/sus/frd) Gefeiert wurde beim Silvestermenü, mit guten Freunden "privat" oder eben bei den drei öffentlichen Feten im Landkreis.

Rund 500 Gäste wollten sich die vorerst letzte Silvesterparty auf dem Schwandorfer Marktplatz nicht entgehen lassen. "Tonegift" mit Frontfrau Manu Förster und ihre Band setzten auf Klassiker der Rock-und Pop-Geschichte und hatten die Zuhörer schnell auf ihrer Seite. Pünktlich zum Countdown stieß Oberbürgermeister Andreas Feller mit den Schwandorfern und ihren Gästen symbolisch an. Seine Premiere auf der Bühne dürfte auch für längere Zeit sein letzter Auftritt auf einer Silvesterparty gewesen sein. Aus Kostengründen hatte der Kulturausschuss beschlossen, dass die neunte Auflage der städtischen Silvesterparty auf dem Marktplatz auch die letzte sein wird.

An diesem Silvester also noch einmal groß feiern, und das ohne Böller und Raketen. Stattdessen knallten die Sektkorken, versprühten Wunderkerzen leuchtende Funken. Pünktlich um Mitternacht zum Glockenläuten der Stadtpfarrkirche fielen sich die Menschen um den Hals, folgten die Glückwünsche zum Jahreswechsel. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt musste auch niemand richtig frieren, außerdem gab's neben heißem Rock warme Getränke. Rund um den Marktplatz wurde dagegen kräftig geböllert.

Rock und Walzertakt

In Schwarzenfeld sorgte "Oischnak" für den Auftakt zum Jubiläumsjahr "1000 Jahre Schwarzenfeld". Waren es 1000 oder gar mehr Besucher? Die angekündigte Lasershow war ein Magnet - nicht nur für Schwarzenfelder. Licht in Bündeln oder wogenden Teppichen - das Ganze war eine Schau und gipfelte Schlag 12 Uhr in feuersprühende Geburtstags-Großbuchstaben: "1000 Jahre". Das Partyvolk feierte bis in den Morgen, rockte und wiegte sich beim Neujahrswalzer im Dreivierteltakt. Eine Steilvorlage für das weitere Jubiläumsprogramm.

Munition sparen und dafür lieber mit vielen Freunden auf 2015 anstoßen: Das haben auch viele Oberviechtacher vorgezogen. Auf der Silvesterparty auf dem Marktplatz waren Raketen tabu, dafür gab es Musik, eine große Auswahl an Getränken und viel Platz für einen großen Freundeskreis. Entsprechend voll erwies sich auch das "Wohnzimmer der Stadt". Drei Oberviechtacher Vereine - FC, Handballverein und "Bierbüffel" - hatten sich um die Organisation der Mega-Party gekümmert.

Der Polizei blieb in dieser Silvesternacht viel Arbeit erspart. "Äußerst ruhig", so ein Beamter der Oberviechtacher Polizeiinspektion, sei dieser Rutsch ins neue Jahr gewesen. Denn obwohl die Straßen zum Jahreswechsel spiegelglatt waren, ging bis gestern Nachmittag keine einzige Unfallmeldung ein. Ähnlich das Bild in Schwandorf, Nabburg und Burglengenfeld. Es gab lediglich einige alkoholbedingte Auseinandersetzungen. In Untersteinbach (Pfreimd) endete die Nacht für einen 18-Jährigen mit Brandverletzungen am Bein. Ein Unbekannter hatte eine Rakete in seine Richtung abgeschossen. (Innenteil, Seite 3)
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