Sterben ist teuer

Juli 1925, nur zwei Monate nach der Gründung, hatte der Verein 1358 Mitglieder. Heute gehören dem Allgemeinen Begräbnisverein zwar immer noch 2313 Frauen und Männer an, doch die Zahl ist rückläufig.

Windischeschenbach. (ab) Es ist Tradition, dass der Bürgermeister auch Vorsitzender des Allgemeinen Begräbnisvereins Windischeschenbach und Umgebung ist. Nachdem Andreas Meier nun Landrat ist, wählte die Mitgliederversammlung Bürgermeister Karlheinz Budnik einstimmig zum Nachfolger. "Ich weiß, mir steht ein gutes Team zur Seite, und ich bitte darum, dass wir diese gute Zusammenarbeit fortsetzen", sagte Budnik. Stefan Seitz und Hubert Schedl sind Kassenprüfer, Stellvertreter Reimund Zeitler und Adolf Beckert.

Das Vereinsgeschehen erläuterten Kassier Erwin Braunschmid, der dieses Amt bereits über 30 Jahre mit viel Einsatz und Wissen ausübt, und Schriftführer Manfred Ascherl, der sich ebenfalls schon viele Jahre für den Verein engagiert. Seitz brachte es auf den Punkt: "Der Verein steht und fällt mit Braunschmid und Ascherl. Macht bitte noch etwas weiter."

Deutlich wurde in den Berichten, dass der Mitgliederstand nach wie vor rückläufig ist, der Trend dauert an. "Wenn das so weitergeht, bekommen wir Probleme", sagte Zeitler. Braunschmid verwies auf ein versicherungsmathematische Gutachten, das abgewartet werden muss.

Die Zeiten waren in den 20er und 30er Jahren nicht rosig. Wer dann noch einen Sterbefall in der Familie hatte, musste zusätzliche finanzielle Härte verkraften. Um den Problemen etwas entgegen zu wirken, hatten einige Bürger die Idee, einen Verein zur gegenseitigen Hilfe zu gründen.

So fand am 3. Mai 1925 die Gründung des Allgemeinen Begräbnisvereins Windischeschenbach und Umgebung statt. Bereits am 8. Juli 1925 verzeichnete der Verein 1358 Mitglieder, ein Zeichen dafür, wie notwendig diese Hilfe war. Auch heute noch ist es der Grundgedanke, die Mitglieder bei Sterbefällen zu unterstützen.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2014 (8407)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.