Sternenhimmel im Februar: Mars wird immer heller, Venus am Morgenhimmel
Jupiter als Glanzpunkt

Anblick des Südosthimmels gegen 6 Uhr morgens am 26. Februar: Die schmale Sichel des abnehmenden Mondes zieht knapp südlich an der Venus vorbei. Grafik: dpa
Glanzpunkt des winterlichen Nachthimmels im Februar ist der Riesenplanet Jupiter. Mit Einbruch der Dunkelheit sieht man ihn schon hoch im Osten leuchten. Nach Venus, die aber erst am Morgenhimmel in der Dämmerung erscheint, ist Jupiter das hellste Gestirn am Nachthimmel und somit kaum zu übersehen. Zurzeit hält er sich in den nördlichsten Gefilden des Tierkreises auf, nämlich im Sternbild der Zwillinge. In der Nacht vom 10. auf 12. Februar pirscht sich der zunehmende Mond an den Riesenplaneten heran. Vom Morgenhimmel beginnt Jupiter sich allmählich zurückzuziehen.

Monde im Fernglas

Schon in einem Fernglas sind die vier großen Jupitermonde zu sehen. Sie wurden vor 400 Jahren von Galileo Galilei entdeckt. Jupiter ist der größte und massereichste Planet in unserem Sonnensystem. Rund 1300 Erdkugeln würden in den Jupiterglobus hineinpassen, der fast 320 mal schwerer ist als die Erde. Schon in einem kleinen Teleskop erkennt man die ovale Form des Planetenscheibchens. Infolge seiner raschen Rotation ist die Planetenkugel stark abgeplattet.
Der Poldurchmesser ist mit 134 000 Kilometer deutlich kürzer als der Äquatordurchmesser mit 143 000 Kilometer. Ein Jupitertag dauert knapp zehn Stunden. Fast zwölf Jahre braucht Jupiter, um einmal um die Sonne zu laufen. Von der Sonne ist der Riesenplanet fünfmal weiter als die Erde entfernt.
Als zweiter heller Planet am Nachthimmel ist Mars im Sternbild Jungfrau zu nennen. Der Rote Planet geht nun immer früher auf - Anfang Februar eine halbe Stunde vor Mitternacht, Ende des Monats bereits kurz nach zehn Uhr abends. Die Helligkeit von Mars nimmt im Laufe des Februars deutlich zu - die Erde beginnt ihn einzuholen. Ein netter Himmelsanblick ergibt sich am 19., wenn sich gegen Mitternacht knapp über dem Osthorizont der abnehmende Mond zum Roten Planeten und dem bläulichen Hauptstern der Jungfrau, Spica, gesellt.

Venus zeigt sich am Morgenhimmel vor Sonnenaufgang. Sie ist der hellste Planet am irdischen Himmel. Am 15. Februar strahlt der Morgenstern in maximalem Glanz. Am 26. kommt es zu einer engen Begegnung mit der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes - ein netter Anblick gegen 6 Uhr morgens tief am Südosthimmel. Am 26. zieht die schmale Sichel des abnehmenden Mondes an Venus vorbei.

Saturn im Sternbild Waage kann in der zweiten Nachthälfte am Südosthimmel gesehen werden. Die Aufgänge des ringgeschmückten Planeten verfrühen sich erheblich. Zu Monatsbeginn erscheint Saturn gegen 2.30 Uhr über dem Südosthorizont. Ende Februar erfolgt sein Aufgang bereits eine halbe Stunde nach Mitternacht.
Der selten und schwierig zu beobachtende Merkur zeigt sich in den ersten Februartagen am Abendhimmel knapp über dem Westhorizont. Gegen 18 Uhr ist es dunkel genug, um ihn zu erkennen. Ein Fernglas kann hilfreich sein, den sonnennächsten Planeten zu finden. Gegen 18.30 Uhr wird Merkur in den horizontnahen Dunstschichten unsichtbar. Letztmals kann man ihn am 6. in der Abenddämmerung beobachten.

Ferner Sirius

Am 12. steht der Mond mit 406 230 Kilometer in Erdferne. Die Vollmondstellung wird am 15. um 0.53 Uhr erreicht. Der Vollmond steht dabei im Sternbild Löwe nahe dem Stern Regulus. In Erdnähe kommt der Mond am 27., wobei ihn 360 440 Kilometer von uns trennen. In diesem Februar tritt keine Neumondphase ein. Dies liegt daran, dass der Februar nur 28 Tage hat, die Zeitspanne zwischen zwei Neumondterminen aber im Mittel 29,5 Tage beträgt.

Abends ist noch der prächtige und an hellen Sternen reiche Winterhimmel zu bewundern. Hoch im Süden stehen die Zwillinge mit Kastor und Pollux. Fast im Zenit erblickt man die gelbliche Kapella im Fuhrmann. Orion hat den Meridian schon überschritten. Der Himmelsjäger nimmt seinen Platz im Südwesten ein. Hoch im Westen ist der Stier mit seinem orangen Stern Aldebaran und den beiden Sternhaufen Hyaden und Plejaden zu sehen. Tief am Südhimmel flackert in bläulich-weißem Licht Sirius im Großen Hund. Sirius ist der hellste Stern am irdischen Firmament und wird nur noch von den Planeten Venus, Jupiter und selten auch von Mars an Helligkeit übertroffen. Knapp neun Jahre ist das Licht der heißen Sonne Sirius zur Erde unterwegs. Am Osthimmel ist bereits das Sternbild Löwe mit Regulus aufgegangen und kündigt den kommenden Frühling an.

Die Sonne wandert am aufsteigenden Ast ihrer Jahresbahn und nähert sich dem Himmelsäquator. Dadurch nimmt die Tageslänge im Februar um etwa eineinhalb Stunden zu. Die Mittagshöhe der Sonne steigert sich um gut neun Grad.

Am 16. verlässt die Sonne mittags das Sternbild Steinbock und wechselt in das Sternbild Wassermann, in dem sie bis 12. März bleibt. Am 18. tritt sie in das Tierkreiszeichen Fische, das nicht mit dem gleichnamigen Sternbild zu verwechseln ist.
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