Stets das Beste für Schule

Viele Weggefährten aus seiner Zeit als Lehrer, Schulleiter und Kommunalpolitiker hatten sich zur offiziellen Verabschiedung von Rektor Josef Etterer (Bildmitte von Ehefrau Lucia und Tochter Christina) im Mehrzweckraum der Grundschule eingefunden. Bilder: jzk (2)

22 seiner 40 Dienstjahre als Volksschullehrer war Josef Etterer in der Schulleitung tätig. Fünf Jahre als Konrektor und 17 Jahre als Rektor, neun davon an der größten Grund- und Mittelschule des Landkreises Tirschenreuth. Am Freitag war auch für ihn der letzte Schultag.

Kemnath. (jzk) "Lieber Herr Etterer, wir sagen dir Dank, du warst der Kapitän auf unserer Fahrt", sang der Schulchor zu Beginn der offiziellen Abschiedsfeier für Josef Etterer. "Mit ihm verlieren wir einen erstklassigen Lehrer mit Power und Kompetenz, einen hilfsbereiten Kollegen und einen Mann der umsichtigen Organisation und freundlichen Kommunikation", betonte Schulamtsdirektor Wolfgang Krauß. Er lobte dessen Fleiß, vielseitige Begabung, didaktisches Geschick und vorbildliche Berufsauffassung. "Du hast dich verdient gemacht um die Zukunft der Kinder in den Schulen Kemnath, Waldeck und Kastl."

Freundlich und sachlich

Mehrere Jahre war Etterer erster und zweiter Vorsitzender des Personalrats. Dessen derzeitiger Vorsitzender Wilhelm Trisl wies besonders auf Etterers fröhliche Grundstimmung, freundlichen Umgangston und sachliche Art hin, Probleme von Kollegen anzusprechen und nach einer für alle zufriedenstellenden Lösung zu suchen.

Als Schulverbandsvorsitzender und Sachaufwandsträger dankte Bürgermeister Werner Nickl dem scheidenden Schulleiter für seine hervorragende Leitungstätigkeit, Umsicht und Weitblick für eine positive Entwicklung der Schullandschaft im Kemnather Land. "Durchgreifende strukturelle Änderungen brachten Einschnitte mit sich, die auch negative Entscheidungen erforderlich machten." Etterer habe daraus immer das Beste für die Schule gemacht.

Mit dem heutigen Mittelschulverband mit den Gemeinden Kemnath, Kulmain, Immenreuth und Kastl und dem vor einigen Jahren geschlossenen Schulverbund mit den Mittelschulen Speichersdorf und Ebnath erhielten die Schüler ein breites Bildungsangebot für eine optimale Vorbereitung auf ihr zukünftiges Leben. Besonders erwähnte Nickl die Mittagsbetreuung, Ganztagesklassen, Tschechisch-Unterricht, Ausbildungsmessen und verschiedene Baumaßnahmen. Als Bürgermeisterkollege freue er sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

"Gelebter Glaube war für diesen Schulleiter etwas Wichtiges", bestätigte ihm Pfarrer Dirk Grafe. Sein katholischer Amtsbruder Konrad Amschl hatte sein erzieherisches Wirken bereits am Vortrag beim Abschlussgottesdienst gewürdigt.

Die Elternbeiratsvorsitzenden Marco Bauer (Mittelschule) und Birgit Übelmesser (Grundschule) schätzten an Etterer sein Bemühen um ein harmonisches Verhältnis zwischen Schule und Elternhaus. Auch Schülersprecherin Antonia Hübner sparte nicht mit Lob: "Wir danken Ihnen für Ihre Hilfsbereitschaft, Ihr Verständnis und Ihre lockere Art."

"Erlebnis, mit dir zu arbeiten"

Konrektor Anton Waldmann griff in seiner humorvollen Laudatio auf den schier unerschöpflichen Fundus an Ausdrücken, Floskeln und Metaphern zurück, über den der "Etterer Sepp" verfügte. "Vertrauen, Toleranz und ein partnerschaftlicher Umgang miteinander mit Verzicht auf die Amtsautorität des Vorgesetzten standen nie im Widerspruch zu Korrektheit und der Forderung nach einem angemessenen Leistungsniveau." Im Namen des Lehrerkollegiums dankte er ihm für das reibungslose, kameradschaftliche Miteinander: "Du warst ein Schulleiter mit Leib und Seele, es war ein Erlebnis, mit dir zu arbeiten."

Mit viel Humor gewürzt war das Medley "Sepps Abschiedsgesang", bei der der Lehrerchor einige Begebenheiten des "Chefs" zum Besten gab. Viel Beifall bekam auch die Schulspielgruppe mit dem von Lehrerin Monika Heim verfassten Stück "Tatort Klassenzimmer". Lehramtsanwärterin Karin Hecht trug das Klavierstück "Lied ohne Worte" von Felix Mendelssohn-Bartholdy vor. Tief bewegt dankte Etterer allen für ihre Unterstützung.
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