Stets sichere Wasserversorgung im Blick

80 000 Menschen in 34 Kommunen versorgt die "Steinwaldgruppe" mit qualitativ hochwertigem Wasser. Der Zweckverband ist außerdem ein nicht unwesentlicher Wirtschaftsfaktor in der Region.

Neuhaus. Die Verabschiedung des Vorsitzenden Simon Wittmann und der ausscheidenden Verbandsräte sowie die Neuwahl von Ausschüssen stand im Mittelpunkt der konstituierenden Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Steinwaldgruppe.

In seiner Laudatio hob Vorsitzender Landrat Wolfgang Lippert das von Sacharbeit geprägte Wirken Wittmanns in 18 Jahren hervor - zum Wohle einer sicheren Wasserversorgung in der Region über Landkreis- und Parteigrenzen hinweg.

Leistungsfähige Brunnen

So wurde mit der Erbohrung und dem Anschluss des Tiefbrunnens 14 westlich von Schwand der bisher leistungsfähigste Tiefbrunnen ans Netz genommen und daraufhin wegen der gestiegenen Anforderungen der Gemeinden das Wasserwerk Oed zur Jahrtausendwende erweitert und gleichzeitig auf neue Filtertechnik umgestellt. Später folgten der komplette Umbau der elektrischen Anlagen sowie zuletzt die Generalsanierung der Enteisenungs- und Entmanganungsanlage mit der Errichtung eines Klärbeckens mit Gesamtkosten von sieben Millionen Euro.

Daneben wurden am zweiten Standort des Zweckverbandes, in Neuersdorf, ein neues Wasserwerk errichtet sowie die Hochbehälter Püllersreuth und Waldthurn ebenso saniert wie die Pumpwerke Steinbach und Zainhammer. Nicht zu vergessen sei die Errichtung von 16 Kilometer Leitung als Teil des Süd-Ost-Verbundes von Waldthurn nach Schirmitz zur Versorgung von Pirk, Schirmitz, Bechtsrieth und Irchenrieth, ebenfalls zur Jahrtausendwende. Derzeit erfolge die Revitalisierung von Tiefbrunnen im Wassergewinnungsgebiet Oed.

Günstiger Preis

Einen Rückschlag erlitt die "Steinwaldgruppe" jedoch mit der Aufhebung des Wasserschutzgebietes Schwand für die Tiefbrunnen 12 und 13 durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, nachdem über acht Jahren hinweg versucht worden sei, eine mit allen Beteiligten einvernehmliche Lösung zu finden.

Letztlich habe Landrat Wittmann den Gemeinden durch einen erleichterten Zugang zum Zweckverband durch Senkung der Einstandspreise geholfen, die örtliche Wasserversorgung auch künftig wirtschaftlich betreiben zu können und dem Zweckverband trotz der demografischen Entwicklung eine auskömmliche Wasserlieferung zu erhalten, die derzeit bei jährlich 2,6 Millionen Kubikmeter liegt. Dafür dankte Lippert unter Beifall der Verbandsversammlung Wittmann mit einem Geschenk.

Auf der Hut sein

Wittmann mahnte die Räte, die Augen offen zu halten, damit nicht über ein Einschleichen von privaten Dienstleistern in die Wasserversorgung die zunächst abgewendete Privatisierung doch noch durch die Hintertür kommen könne. (Hintergrund)
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