Steuerquellen sprudeln gut

Investieren, wo es nötig ist, und gleichzeitig Schulden abbauen: Neukirchen versucht 2015 den finanziellen Spagat. Der Gemeinderat stimmt dem Haushalt zu.

Die Gemeinde verzeichnet eine positive Entwicklung, aber trotzdem ist weiterhin Sparen angesagt: Das war der Tenor der Haushaltsberatung im Rathaus.

"Die Gemeinde ist finanziell in der Lage, den Bau eines neuen Feuerwehrhauses in Neukirchen zu stemmen und das Breitbandnetz auszubauen", betonte Bürgermeister Winfried Franz. Dank guter Steuereinnahmen werde die Pflichtzuführung zum Vermögenshaushalt, die sich an der ordentlichen Tilgung von rund 300 000 Euro orientiert, mit 410 000 Euro deutlich übertroffen.

Seit 2012 habe die Gemeinde ihre Schulden von 5,3 auf 4,5 Millionen Euro gesenkt. Das Ziel müsse es sein, sie noch weiter zu verringern, mahnte die Kämmerin Ingrid Plickert. Sie bezifferte den Verwaltungshaushalt auf 4,3 Millionen Euro, den Vermögenshaushalt auf 1,8 Millionen Euro. Die Gemeinde kommt ohne neue Kredite aus und lässt ihre Hebesätze für Grundsteuer und Gewerbesteuer unverändert bei 350 Prozent beziehungsweise 380 Prozent.

Um dem Rückgang der Bevölkerungszahlen zu begegnen, sollen Baugebiete neu entwickelt und bestehende Bebauungspläne optimiert werden - möglichst mit Hilfe der Städtebauförderung. Für einen kostendeckenden Betrieb wurden die Abwassergebühren 2012 für den Zeitraum 2013 bis 2016 neu kalkuliert. Für die Wasserversorgungen Neukirchen und Röckenricht ist die Neuberechnung 2015 mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 vorgesehen.
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