Stoiber: Schwarzenfelder Wurzeln

Festredner Edmund Stoiber (73) war 14 Jahre Ministerpräsident des Freistaates Bayern und acht Jahre Vorsitzender der CSU. Seit 2007 ist er Ehrenvorsitzender der CSU. Vor einigen Monaten hat ihn der Präsident der Europäischen Kommission zum Sonderberater für bessere Rechtsetzung ernannt.

Stoiber, geboren 1941, wuchs in Oberaudorf (Oberbayern) als Sohn des aus Schwarzenfeld stammenden Bürokaufmanns Edmund Georg Stoiber sen. und der gebürtigen Rheinländerin Elisabeth Stoiber (geb. Zimmermann) aus Dormagen auf. Stoibers Großeltern mütterlicherseits stammen ebenfalls aus der Oberpfalz: Sie waren aus Nabburg ins Rheinland abgewandert.

Stoibers Vater Edmund war der Halbbruder von Richard Haseneder, des 2007 verstorbenen, früheren Schwarzenfelder Zahnarztes. Vor dem Zweiten Weltkrieg betrieb Familie Stoiber in der Schloßstraße 12 ein Café mit Friseursalon, damals noch "Bader" genannt. Dort wurden nicht nur Haare geschnitten, sondern auch Zähne gezogen - vielleicht ein frühes Indiz dafür, dass Richard Haseneder sich im Markt später als Zahnarzt selbstständig machte.

Edmund Georg Stoiber sen. zog mit seiner Frau Elisabeth nach Oberaudorf, wo 1941 der gleichnamige Sohn Edmund Stoiber als drittes Kind der Familie aufwuchs. An die Wurzeln des Ministerpräsidenten erinnert im Marktflecken noch das von den Einwohnern so genannte "Stoiberhaus". Das Geburtshaus von Edmund Stoiber sen. wird als "Café Carola" heute vorwiegend von jugendlichen Gästen genutzt. (Seite 25)
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