Stolz auf kleinstes Gymnasium

Neun junge Männer erhielten am Samstag ihre Abiturzeugnisse. Das Bild zeigt sie mit dem Kollegium und Ehrengästen (von links) Pater Thomas Mühlberger, Albert Bauer, Reinhard Wurm, Raphael Hirschi, Roland Grillmeier, Filip Mergner, Martin Doleschal, Alexander Anthofer, Wolfram Wanninger, Ludwig Motz, Anna Müller-Rösch, Benedikt Hirteis, Bruder Markus Adelt, Martin Wohlrab, Holger Hildenbrand, Michael Hamann, Christian Siller, Josef Siller, Benedikt Rupprecht, Pater Friedhelm Czinczoll, Bernhard Fuchs, Günter

Das gibt Hoffnung in Zeiten des Priestermangels: Eine ganze Reihe von Absolventen der Spätberufenenschule wollen ein Theologiestudium beginnen. So auch der Leonberger Christian Siller, wie am Rande der Abiturfeier zu erfahren war.

"Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet und in die Hand nimmt. Dafür haben Sie jetzt die besten Voraussetzungen", sagte Landratsvertreter Roland Grillmeier zu den neun Fockenfelder Abiturienten. Neben Christian Siller erhielten ihr Zeugnis Raphael Hirschi, Filip Mergner, Alexander Anthofer, Ludwig Motz, Benedikt Hirteis, Martin Wohlrab, Holger Hildenbrand und Benedikt Rupprecht. Im Festsaal des Schlosses nannte Studiendirektor Albert Bauer die Schule einen Entwicklungsprozess mit Verantwortungsübernahme für alle Beteiligten.

Entscheidend für den Lernerfolg sei das gute Schüler-Lehrer-Verhältnis. "Wertschätzung ist positive Lernmotivation, eine gute Schule hat das Leben in Blick", sagte der Schulleiter. Er wünschte den jungen Männern, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Seminarleiter Pater Thomas Mühlberger, der die Schüler vom Anfang bis zum glücklichen Ende begleitet hat, lobte die Mitarbeit und das Interesse der Abiturienten an Fockenfeld. "Ihr habe mitgearbeitet an der Gestaltung der Internetseiten und intensiv am neuen Leitbild unseres Hauses." Die Abiturfeier sei so etwas wie das Erntedankfest. "Ich danke für eure manchmal auch stille Treue zu unserem Haus Fockenfeld."

Die Glückwünsche des Landkreises überbrachte Roland Grillmeier. "Ich bin jedes Jahr beeindruckt, wie viele tolle junge Menschen unsere Schulen verlassen. Sie dürfen stolz sein auf das Erreichte." Die Abiturienten hätten den höchsten Bildungsabschluss erreicht, der sie zu vielem qualifiziere. "Sie haben sich getraut, diesen Weg zu gehen. Sie haben ihre ganz persönliche Leistungsprüfung bestanden", war Grillmeier überzeugt. "Das, was Sie hier in Fockenfeld auf der Basis christlicher Werte gelernt haben, ist die wesentliche Basis für Ihre Zukunft." Lob galt den Lehrern und Patres: "Die jungen Menschen, die aus Fockenfeld hervorgegangen sind, sind gereift in dieser Zeit." Der Landkreis sei stolz auf Bayerns kleinstes Gymnasium als Teil der Bildungsregion.

Stellvertretender Bürgermeister Reinhard Wurm bewunderte die Ausdauer und Zielstrebigkeit der neun Abiturienten. "Die Gemeinschaft untereinander, das Lehrerkollegium und die Mitschüler sind zu einer großen Familie zusammengewachsen. All dies hat euch ermutigt, das große Ziel zu schaffen." Wurm griff den Spruch "einmal Fockenfelder, immer Fockenfelder" auf und wünschte dies auch den neun Abiturienten.

Freude auf Wiedersehen

Ein Festgottesdienst in der Hauskapelle beschloss die Feier. In seiner Predigt betonte Pater Benedikt Leitmayr: "Ihr seid von Gott geliebt, ihr seid wertvolle Menschen. Vergesst das bitte nicht." Fockenfeld sei für die Schüler in den vergangenen zwei, drei und vier Jahren Heimat gewesen. "Meistens wird sie erst geschätzt, wenn man in der Fremde ist", sagte er. Im Namen der Lehrer und Patres betonte er: "Wir haben unsere Herzen an euch verschenkt. Es ist schön, euch wieder zu begegnen, ob hier in Fockenfeld oder anderswo."
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