Stoppschild für Radweg

Seit dem Spatenstich Ende September am Sportheim in Etzenricht laufen die Bauarbeiten am Radweg nach Kohlberg auf Hochtouren. Doch nun legt der Naturschutz bei der Trasse von Hannersgrün Richtung Kohlberg sein Veto ein. Bild: war

Die Gemeinderatssitzung war fast zu Ende als Bürgermeister Rudolf Götz den Fraktionen die Laune mit einer Hiobsbotschaft verdarb: Die Naturschutzbehörde des Kreises hält nichts von der Radwegtrasse nach Etzenricht. Nun hofft der Rathauschef auf Landrat Andreas Meier.

"Das ist fast ein Hirschauer Stückl", grollte Götz. Er habe sich auf Bitte des Straßenbauamts mit der Unteren Naturschutzbehörde in Verbindung gesetzt. Die will das Teilstück des Radwegs von Hannersgrün am Eichelbach entlang über die Kläranlage nicht. Dort befinde sich ein Biotop. Ein Radweg am Bachlauf sei indiskutabel. "Unmöglich" zitierte Götz eine Behördensprecherin nach einem Ortstermin.

Inzwischen laufen seit Wochen die Ausbauarbeiten vom Sportplatz Etzenricht bis zur Anhöhe in Hannersgrün auf Hochtouren. Da das Wetter mitspielt, könnte alles im Frühjahr fertig sein. "Ich hoffe, dass wir eine Lösung finden und der Radweg nicht in dem Pampa endet", sagt Götz. Er habe sich inzwischen auch an den Landrat gewandt. "Er sieht es nicht ganz so und will das Thema mit dem Naturschutz noch erörtern."

Besser steht es um den Breitbandausbau. Nach ersten Schätzungen für alle sechs Ortsteile war die Rede von Kosten zwischen 700 000 und 900 000 Euro. Nun liegt der Verwaltung ein weit niedrigeres Angebot der Telekom vor: 374 000 Euro bei 80 Prozent Förderung. Bleiben noch 74 600 Euro für die Gemeinde. Der Bürgermeister rechnet mit dem Ausbau im nächsten Jahr. 2017 sollen dann überall 30 000 bis 50 0000 MB möglich sein. Verzögert haben sich die Arbeiten der Telekom am Mobilfunkmast auf dem Kohlberg. "Ich hoffe, dass ab Januar ein besserer Empfang möglich ist", meint Götz.
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