Stresstest für die Zunge

Zum Teil körbeweise präsentierte Juniorchef Thomas Gruber die bunten Früchte.

Schweißausbruch, roter Kopf - die Hautfarbe mancher Besucher ähnelte der Farbe der Früchte, die sie gerade probierten. Und dennoch griffen sie am Sonntag gerne zu: Unzählige Freunde der scharfen Schoten zählte die Gärtnerei Förth beim siebten Chilifest.

Neusorg. (obe) Feurige Schoten locken Besucher. Chilifest der Gärtnerei Förth Gruber ein Erfolg- Besucher kommen bis aus der Schweiz - Die Veranstaltung war ein Muss für Fans des feurigen Geschmacks. Die Bandbreite der Aussteller und die kulinarischen Köstlichkeiten boten auch für "Nichtscharfesser" eine bunte Palette.

Schon kurz nach der Eröffnung drängten sich die Besucher in den Gängen, an den Ständen und in den Gewächshäusern. Auch zwei Chilifreunde aus der Schweiz hatten sich auf den Weg in die Oberpfalz gemacht. Dicht umlagert war erneut der Stand mit der Frischverkostung. Roland Kormann gab dort sein Wissen über die einzelnen Arten, Herkunft, Geschmack, Fruchtverwertung und natürlich ihren Schärfegrad, der in Scoville gemessen wird, weiter. Manch ein vermeintlich tapferer Kerl musste sehr schnell einsehen, dass er den kleinen feurigen "Beißbeeren" doch nicht ganz gewachsen ist. Abhilfe schafften für das Feuerwerk auf der Zunge schnell ein Glas Milch und oder ein Stück Butterbrot.

Gleich präsentierte Peer Oliver Görke aus der Achim bei Bremen, Inhaber des Onlineshops "Pepperpark", die Produkte aus den Früchten, die er auch aus der Neusorger Gärtnerei bezieht. Neben einer Vielzahl an Soßen hatten er und seine Frau Conny auch Gewürze verschiedenster Couleur dabei.

Die süßen Seiten des Chilis hatte Monis Marmeladenparadies aufgegriffen. Sie bot Marmeladen mit und ohne Chilizusatz, aber auch Chilinudeln und Öle mit Chilinote an. Die südländischen Früchte verarbeitet die Familie Wahlrat zu "Alpenschmankerln" wie den Chilikäse.

In leuchtend herbstlichen Farben hatten die Organisatoren um Juniorchef Thomas Gruber und Alexandra Förth-Gruber die Gärtnerei mit Kürbissen, Gräsern und herbstlicher Blumendeko geschmückt. Im eigens aufgestellten Festzelt, das bereits kurz vor Mittag restlos belegt war, ließen sich die Gäste die legendäre Kürbissuppe nach Art des Hauses oder ein deftige Gulaschsuppe schmecken. Die "Helden am Feuer" kredenzten neben "Pulled Pork Burger" auch Chilileberkäse in drei Schärfegraden. Kostproben hatte außerdem das Weingut Zwick aus der Südpfalz dabei. Teils lange Schlangen bildeten sich am Stand mit Chilieis.

Reißenden Absatz fand auch der Frischfruchtverkauf. Einzelstücke zum fein dosierten Würzen oder Trocknen wurden bei den zwei jungen Damen ebenso geordert wie kiloweise Schoten. Äußerst gefragt waren die "Super Hot Mischungen " mit vier verschiedenen Sorten der Schoten mit Schärfegraden von 3 (zum Beispiel wie Jalapeño-Chili) bis 10+.

Aber auch für die kleinsten Besucher hatten die Veranstalter gedacht. Sie durften sich aus einer Vielzahl von Perlen und Naturpräparaten Halsketten oder Traumfänger basteln. (Hintergrund)

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/chilifest2015
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