Strobl (SPD): Die Staatsregierung favorisiert Oberfranken-Route
Rückschlag für Metropolenbahn

Amberg-Sulzbach. Die bayerische Staatsregierung priorisiert den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Marktredwitz nach Prag. Das geht laut einer Pressemitteilung des Schnaittenbacher SPD-Landtagsabgeordneten aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des oberfränkischen Kollegen von der CSU, Alexander König (Hof), hervor.

In der Landtags-Drucksache 18/1877 heißt es demnach: "Die Anmeldung wurde gegenüber potenziell konkurrierenden (Elektrifizierungs-)Projekten priorisiert." Der SPD-Abgeordnete setzt dagegen: "Die CSU-Mandatsträger aus der Oberpfalz sind gut beraten, hier umgehend Einfluss auf die Staatsregierung und den CSU-Bundesverkehrsminister zu nehmen, damit der Ausbau der Strecke von Nürnberg über Schwandorf nach Prag und damit deren Elektrifizierung und der Ausbau der Strecke von München über Regensburg und Schwandorf nach Prag nicht auf den St. Nimmerleins-Tag verschoben wird."

Strobl weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass neueste Berechnungen für eine Metropolenbahn ein deutlich besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis ergeben. Der Schnaittenbacher will nun seinerseits in einer Anfrage von der Staatsregierung wissen, wie sie die Chancen der Verwirklichung der Elektrifizierung und Umsetzung der Metropolenbahn-Überlegungen als eine Fusion der Bahnverbindungen Nürnberg - Amberg - Schwandorf - Prag und München - Prag beurteilt.

Parteienübergreifend fordern alle maßgeblichen Amts- und Mandatsträger der Region ein, diese West-Ost-Route durch die mittlere Oberpfalz und nicht über Oberfranken zu führen.
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