Stromfresser ausschalten

Dipl.-Ing. Matthias Rösch vom Energie- und Technologiezentrum Nordoberpfalz in Weiden sprach über das richtige Vorgehen bei energetischen Sanierungen. Bild: wku

Das Energie- und Technologiezentrum (ETZ) Nordoberpfalz schult derzeit einige Mitglieder des Marktrats Königstein im Blick auf Energieeinsparung in kommunalen Gebäuden. Ein Baustein dabei sieht die aktive Beteiligung der Bevölkerung vor.

Der 1. Königsteiner Energiespartag in der Volksschule sollte den Bürgern Wege aufzeigen, sinnvoll und sparsam mit Strom und Wärmeenergie umzugehen. Und damit lässt sich auch viel Geld sparen.

Zu den Ausstellern zählten die Firma Lichtzentrale mit verschiedensten LED-Leuchtmitteln und Grammer-Solar mit Photovoltaik-Systemen und Luftkollektoren. Die Marktwerke Königstein GmbH informierten über die Nahwärmeversorgung, die Firma Viessmann über energiesparende Öl-Gasbrennwerttechnik. Die Firma Eta bot moderne Biomasseanlagen an, die Firma NAU aus Moosburg Speicher und Solartechnik. Allerdings folgten nur wenige Königsteiner der Einladung. Das bedauerte 3. Bürgermeister Richard Pesold, der die Vortragsreihe eröffnete.

Klimaschutzkoordinatorin Katharina List vom Zentrum für Erneuerbare Energien aus Ensdorf schilderte, wo sich im Haus die großen Stromfresser verstecken, wie man sie aufspüren, reduzieren oder sogar ausschalten. So verbraucht zum Beispiel ein Kaffeeautomat im Jahr Strom für rund 50 Euro, wenn er sich im Standby-Modus befindet. List bot ihren Zuhörern an, ein Strommessgerät für die Erfassung der Leistungsaufnahme vom ZEN für zwei Wochen kostenlos auszuleihen.

"Der Wärmeenergieanteil in einem Haushalt liegt mit rund 78 Prozent an der Spitze des Energieverbrauchs", erklärte Matthias Rösch vom Energie- und Technologiezentrum Nordoberpfalz. Schon kleine Maßnahmen könnten zu deutlichen Einsparungen führen. Aufgezeigt wurden sowohl das richtige Lüften als auch Einsparpotenziale bei der Fassadendämmung. Die Sanierung von alten Heizanlagen sprach Rösch ebenfalls an.
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