Strukturen auf dem Land sichern

Mit hohen Auszeichnungen bedachten Landesvorsitzender Hubert Aiwanger (Zweiter von links), die stellvertretende Vorsitzende der Jungen Freien Wähler in Bayern, Julia Haubner (Dritte von links), und Ortsvorsitzende Doris Lehnerer (rechts) die Königsteiner Gründungsmitglieder Siegfried Köller (links) und Günther Frieser (Zweiter von rechts). Bild: wku

Hubert Aiwanger kam nicht mit leeren Händen nach Königstein. Der Landesvorsitzende brachte die höchste Auszeichnung mit, die bei den Freien Wählern verliehen wird.

Auf das 30-jährige Bestehen der Freien Wählergemeinschaft Königstein blickte Vorsitzende Doris Lehnerer beim Neujahrsempfang im Steinstadel zurück. Schautafeln führten den Gästen Stationen der Geschichte vor Augen. Im Blickpunkt standen zwei besondere Ehrungen.

Landesvorsitzender Aiwanger, zeichnete Günther Frieser mit der Ehrennadel in Platin aus. Frieser ist nicht nur Gründungsmitglied der Freien Wähler in Königstein, sondern arbeitete auch 20 Jahre im Vorstand mit. Momentan bekleidet er das Amt eines stellvertretenden Bezirksvorsitzenden. Für seinen politischen Einsatz erhielt er die höchste Auszeichnung der Freien Wähler. Siegfried Köller bekam als Gründungsmitglied und Marktrat die goldene Ehrennadel. Übrigens waren Frieser und Köller nacheinander Dritter Bürgermeister der Marktgemeinde.

Zwei Sitze mehr

"Das Anliegen der Freien Wähler", betonte Vorsitzende Lehnerer, "ist es immer gewesen, die Bürger zu informieren und in der gemeinsamen Arbeit im Marktrat die Marktgemeinde voranzubringen." Sie freute sich über den Erfolg bei der Kommunalwahl 2014, als man zwei Sitze hinzugewann. Mit dem Erlös von Weinabenden und zehn Backofenfesten hätten sie soziale Einrichtungen unterstützt, zum Beispiel den Kindergarten und die Bücherei.

Mangelnde Unterstützung

Bürgermeister Hans Koch (CSU-Einheitsliste) gratulierte zum 30-jährigen Bestehen: "Die Gründung der Freien Wähler war der Zukunft unserer Marktgemeinde gewidmet und ist eine deutliche Form des demokratischen Handelns." Den Besuch Aiwangers nutzte Koch, um die mangelnde Unterstützung des ländlichen Raums zu beklagen.

Kürzlich habe der Markt ein Haus gekauft, das er für die Vereine umbauen wolle. Leider erschwerten allerhand Richtlinien das Vorgehen dabei. Er wünschte sich und den Freien Wählern eine ehrliche, vertrauensvolle und kritische Zusammenarbeit zum Wohl der Gemeinde und überreichte einen Scheck.

"Politik für die Heimat" umschrieb Hubert Aiwanger das Programm der Freien Wähler. Gute Strukturen und Arbeitsplätze müssten gesichert werden, damit die Bürger auch in Zukunft auf dem Land blieben. Oberstes Gebot müsse sein, die Wertschöpfung am Ort zu erhalten. Aiwanger empfahl, selbstbewusster für regionale Produkten aufzutreten.

Finanzierung abgeschoben

Albert Geitner fand es nicht in Ordnung, dass die Finanzierung der Breitbandversorgung auf Gemeinden abgeschoben werde. Für sie wünschte sich der Kreisvorsitzende eine nachhaltige Entwicklung. Ein Grußwort sprach auch die stellvertretende Vorsitzende der Jungen Freien Wähler Bayern, Julia Haubner.
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