Stüberl, Scheune und Remise

Die Bauernbühne freut sich über ihr neues Domizil im Haberl-Anwesen in Wutschdorf (von links): Julia Simbek, Benno Schißlbauer, Monika und Norbert Altmann, Helga Vogt, Dieter Simbek und Lotte Bösl. Bild: gri

Die Freudenberger Bauernbühne hat ein zweites Zuhause: Mit einem Tag der offenen Tür feierten die Schauspieler die Eröffnung ihres neuen Fundus im Wutschdorfer Haberl-Anwesen.

Die Bauernbühne hat den Hof unterhalb der Pfarrkirche gemietet, nachdem der letzte Bewohner, Franz Haberl, gestorben war. "Es kehrt wieder Leben ein", freut sich Bauernbühnen-Vorsitzender Norbert Altmann. "Die Gebäude werden weiter genutzt und von uns natürlich auch gepflegt."

Über die Jahrzehnte ist so einiges zusammengekommen, das dringend zentral gelagert werden musste: Kulissen für die Stücke, Requisiten und Kostüme. "Wir haben mittlerweile eine riesige Garderobe mit Kleidungsstücken aus den verschiedensten Epochen", erzählt Barbara Söllner bei der Führung durch das Haus, das der Vorbesitzer ausgesprochen gut in Schuss gehalten hat. Dort, wo früher schon Küche und Esszimmer war, hat die Bauernbühne ein kleines Stüberl eingerichtet. Oben unter dem Dach lagern Kleider und Equipment. Mit zum neuen, zweiten Zuhause gehören die Nebengebäude: eine Scheune und eine Remise. Dort nimmt Spielleiter Benno Schißlbauer die Gäste gerade mit auf Zeitreise durch 50 Jahre Theatergeschichte in Freudenberg und Wutschdorf.

Vorverkauf startet

Eine riesige Ausstellung hat die Bauernbühne für den Tag der offenen Tür aufgebaut. Sie zeigt Bilder aus fünf Jahrzehnten mit Schauspielern, die längst nicht mehr auf der Bühne stehen oder, wie der legendäre Walter Schißlbauer, auch schon verstorben sind. Hauptadresse für die Zuschauer bleibt aber das Pfarrheim in Wutschdorf. Dort fällt demnächst ein weiteres Mal der Vorhang für einen zünftigen Bauernschwank.

Insgesamt 22 Mal führt die Bauernbühne das Stück "Der bayerische Casanova" von Veri Geisenhofer auf. Norbert Altmann, Reinhold Escherl, Michael Vogt, Hans Scharnagel, Ramona Altmann, Barbara Söllner, Christine Hahn und Monika Altmann sind diesmal dabei, wenn es darum geht, den liebestollen Anderlbauer vor einer großen Dummheit zu bewahren. Regie führt Benno Schißlbauer. Premiere ist am Samstag, 8. November, um 20 Uhr. Am Samstag, 29. November, geht die Bühne in die Winterpause. Der zweite Teil der Spielzeit beginnt dann am Freitag, 27. Februar, die letzte Aufführung ist für Samstag, 28. März, terminiert. Weil der Ansturm auf die Karten erfahrungsgemäß groß ist, beginnt der Vorverkauf am Samstag, 27. September. Tickets gibt es ab 8 Uhr im Internet und bei den Vorverkaufsstellen: bei Taxi-Einkauf Schißlbauer in Wutschdorf, bei der Tourist-Info am Hallplatz in Amberg und im Reisebüro im Amberger Bahnhof.
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