Sturm ein laues Lüftchen

Bei den Blue Devils gibt es viele Baustellen. Die größte war lange Zeit die Defensive, doch inzwischen haben sich die Weidener in der Abwehr stabilisiert. Dafür hakt es jetzt im Sturm. Am vergangenen Wochenende erzielten die Devils in 120 Minuten nur zwei Treffer. Wann platzt endlich der Knoten?

Weiden. (gb) Auf 16 Niederlagen in Folge ist die Negativserie der Blue (12./12 Punkte) angewachsen. Die Rote Laterne hängt seit Wochen in Weiden und sogar der Vorletzte EV Füssen (11./18) hat inzwischen sechs Zähler mehr auf dem Konto. Am Wochenende treffen die Blue Devils auf zwei Leidensgenossen aus dem Schlussquartett. Am Freitag, 26. Dezember, treten sie um 18 Uhr beim TSV Erding (10./19) an und am Sonntag, 28. Dezember, um 18.30 Uhr gastiert der ERC Sonthofen (9./26) in der Hans-Schröpf-Arena.

"Ich will die Spieler nicht unter Druck setzen, aber am Wochenende muss schon was gehen", erklärt Trainer Josef Hefner. Die Torflaute sei Kopfsache, "denn Chancen sind ja vorhanden". Hefner will auf den guten Leistungen gegen starke Gegner wie Regensburg (2:3) aufbauen. Er sagt aber auch ganz deutlich: "Das heißt nicht, dass wir gegen vermeintlich gleichwertige oder schwächere Gegner nachlassen dürfen. Wir müssen genauso diszipliniert spielen."

Hinter dem Einsatz von Ales Jirik (Handgelenksverletzung) steht ein Fragezeichen. Sonst wird Hefner mit denselben Reihen beginnen, die in Grafing dem EHC Klostersee beim 0:2 ein offenes Spiel boten. Lediglich ein Treffer wollte nicht gelingen. Erst neun Sekunden vor der Schlusssirene machten die Gastgeber mit einem "empty-net-goal" alles klar. Über die Besetzung der Torwartposition - Daniel Huber oder Oliver Engmann - will Hefner kurzfristig entscheiden.

Beim ersten Match in Erding feierten die Blue Devils nach einem kuriosen Spielverlauf einen 6:4-Erfolg. 1:3 lagen die Weidener hinten, doch sie kamen zurück und in der Schlussminute stand es 4:4. Vladimir Nikiforov traf 25 Sekunden vor dem Ende und Craig Voakes legte eine Sekunde vor der Schlusssirene das 6:4 nach. Die beiden Torschützen sind inzwischen nicht mehr dabei: Nikiforov wurde gefeuert, Voakes laboriert nach wie vor an einer Gehirnerschütterung. Die beiden Kontingentstellen nehmen inzwischen die Tschechen David Pojkar und Jiri Kuchler ein.

Das zweite Match gegen Erding ging zu Hause mit 2:6 verloren und auch gegen den ERC Sonthofen setzte es zwei klare Niederlagen: In der Hans-Schröpf-Arena 3:7 und im Allgäu beim Einstand von Josef Hefner 2:7. Der Neuling verfügt über eine routinierte Mannschaft. Neben den beiden Kontingentspielern, der US-Amerikaner Brad Miller und erst vergangene Woche verpflichtete Finne Joonas Koskinen, stehen im Team von Trainer Dave Rich sieben Ausländer mit deutschem Pass.

Aufgebot Blue Devils: Huber, Engmann - Herbst, Pojkar, Willaschek, Synowiec, Gejerhos, Pöpel, Ehmann - Waldowsky, Kuchler, Jirik (?), Holzmann, Pronath, Firsanov, Schopper, Zellner, Salinger, Seibel
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