Suche nach Vorzeigeobjekt

Zwei Themen beherrschten die jüngste Sitzung des Gemeinderats Neukirchen. Während im Ort in nächster Zeit wohl nur wenige Bauplätze verfügbar werden, nimmt ein Sanierungsgebiet für die Städtebauförderung Gestalt an.

Für das wichtige Thema "Bauen in Neukirchen" zeigten auch einige Bürger Interesse, sehr zur Freude von Bürgermeister Winfried Franz. Er stellte als Referenten den Planer Peter Markert vor, der den aktuellen Stand der Entwicklungen aufzeigte.

Das Bauamt hatte bei den Eigentümern freier Flächen die Verkaufsbereitschaft sondiert. Ihre Antworten veranschaulichte ein Ortsplan mit den drei Varianten "bereit", "vielleicht" und "nein". Demnach stehen nur wenige Plätze zur Verfügung.

Für das sogenannte Raiffeisengelände haben öffentlichen Stellen Anregungen gemacht. Bei der Bürgerbeteiligung gab es Einwendungen sowie Wünsche des Nachbarn, der Raiffeisenbank.

Noch viele Fragen offen

Die eingeschaltete Architektin hat einige Vorschläge für die Bebauung des großen Grundstücks hinter dem Seniorenwohnstift Weißenstein ausgearbeitet. Hier müssten die Einzelheiten noch abgewogen werden. Über das Gelände eines ehemaligen Baugeschäfts werde verhandelt.

Der Entwurf des Lageplans für das neue Feuerwehrhaus am Hans-Aures-Weg warf Fragen auf, die noch zu klären sind. Dies gilt auch für das Nachbargrundstück. Neu ins Konzept rückt eine größere Fläche bei der Siedlerstraße. Für die künftige Nutzung des jetzigen Feuerwehrhauses regt sich schon Interesse. Ein Gelände am Sonnenhang wird zwar in Erwägung gezogen, aber hier ist die Bebauungsgrenze überschritten.

In der Debatte der Gemeinderäte beklagte Hans Sebald die Unentschlossenheit der Raiffeisenbank. Ähnlich äußerte sich 3. Bürgermeister Herbert Pilhofer. 2. Bürgermeister Wolfgang Rattai verlangte beim neuen Feuerwehrhaus einen größeren Abstand zur Straße. Dazu verwies Peter Markert auf den Immissionsschutz. Peter Achatzi wünschte sich genaue Zielvorgaben der Verwaltung. Beim Seniorenwohnstift lehnte der Planer eine enge Bebauung wie in einer Großstadt ab. Zudem dürfe die Straße nicht eingeengt werden.

Hauptstraße im Blick

Aussichten, über die Städtebauförderung Verbesserungen zu erreichen, erörterte Ernst Zobel von der Stadtbau Amberg. Der für 2015 eingereichte Antrag sei wegen zu geringer Mittel nicht zum Zug gekommen. Für das nächste Jahr empfahl er, sich mit konkreten Plänen zu befassen und markante Objekte in einem Sanierungsgebiet anzupacken. Das Risiko von Planungskosten bleibe bei der Kommune. Angedacht ist das Gebiet der Hauptstraße im Bereich der evangelischen Kirche.

Von Haus zu Haus gehen

Der dortige Eigentümer Thomas Kaiser zeigte großes Interesse am Programm. Peter Achatzi verlangte konkrete Maßnahmen der Gemeinde. Dies soll zeitnah angepackt werden, um die Vorschläge zu prüfen und dann in Pläne zu fassen. Ingrid Sperber und Herbert Pilhofer erinnerten an die seit drei Jahren vergebliche Suche nach einem solchen Vorzeigeobjekt. Zobel regte an, die Bevölkerung ins Boot zu holen, von Haus zu Haus zu gehen und fachliche Beratung anzubieten.

Sowohl 2. Bürgermeister Wolfgang Rattai als auch Peter Achatzi legten sich auf das Gebiet Hauptstraße fest, da dort die Verkehrslage oft unübersichtlich sei und genügend Objekte für eine Sanierung vorhanden seien. Der Bürgermeister zog das Fazit, in einer der nächsten Sitzungen das weitere Vorgehen zu beschließen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.