Super-Ausklang für Peter Butz

32 Paare waren es heuer, die in Freudenberg den Kirwabaum austanzten. Bild: gri

Die Freudenberger Kirwapaare hatten wieder Glück mit dem Wetter. Der Bär allerdings bekam am Montag ein paar Regentropfen ab, was ihm aber wenig ausmachte.

Insgesamt konnte Chef-Organisator Peter Butz zufrieden sein. Bei angenehmer Spätsommerwärme ließen sich am Sonntag Hunderte Besucher im Märklgarten ihre Kirwa-Mass schmecken.

Mit dem Baumaufstellen begann die Kirwa am Samstag. Die Altkirwaburschen Daniel Gietl und Daniel Hirn hatten die 30-Meter-Fichte gestiftet, die die Burschen am Nachmittag unter der fachmännischen Anleitung von Gerhard Greß auf dem Platz vor der Brauerei Märkl in die Senkrechte hievten. Bürgermeister Alwin Märkl und Landtagsabgeordneter Harald Schwartz zapften am Abend das erste Fass Bier an, bevor die Band Grögötz Weißbir loslegte.

Viele, denen die Kirwatradition besonders am Herzen lag, machten sich am Sonntagvormittag auf den Weg zur Johannisbergkirche. Dort zelebrierte Pfarrer Norbert Götz vor vollem Haus eine Messe, in der es um die wahre Gefolgschaft Jesu ging. "Wer sein Leben retten will, der wird es verlieren", zitierte Götz aus dem Markus-Evangelium. "Wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten." Mit der Messe endete die Gottesdienst-Saison auf dem Johannisberg.

Viele Schaulustige kamen am Nachmittag zum Baumaustanzen, bei dem die 32 Burschen, begleitet von der Hammerbachtaler Blousn, wieder selbst gereimte Schnodahipfln sangen. Die traditionellen Vierzeiler sind inzwischen völlig aus dem Repertoire der Burschen verschwunden. Am Abend spielte der Horrido-Express. Am Montag trieb der Kirwabär im Dorf sein Unwesen. Begleitet von Musikanten aus Freudenberg und Umgebung zog die Kirwagesellschaft von Haus zu Haus. Zum Ausklang spielten am Montagabend die Rotzlöffel.

Die Kirwa 2015 war die 70. nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Bereits im Oktober 1946 belebten die Freudenberger die Tradition neu, die während der Kriegsjahre zum Erliegen gekommen war. Nach vier Jahren an der Spitze der Burschen gibt Peter Butz nun sein Amt als Kirwachef ab. Im nächsten Jahr wird Stefan Dotzler für die Organisation der Kirchweih zuständig sein.
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