SV 08 Auerbach besiegt TSV Friedberg II deutlich
Nach dem Wechsel wie ausgewechselt

Nach einer hektischen und fahrigen ersten Hälfte wurde es doch noch eine klare Sache: Der SV 08 Auerbach besiegte den Tabellenletzten TSV Friedberg II letztlich standesgemäß mit 32:20 (13:12) und verteidigte seinen Spitzenplatz in der Handball-Bayernliga.

Die Schwaben ließen sich weder von der Tabellensituation, noch von der Lautstärke der Gäste-Fans beeindrucken und begannen forsch. Auerbach verfiel in eine hastige Spielweise, fast hatte man den Eindruck, die Oberpfälzer wollten das Spiel in 20 Minuten entscheiden. Es entwickelte sich ein unruhiges und zerfahrenes Spiel, mit vielen Fehlversuchen, überhasteten Würfen und ungenauen Auslösehandlungen. Immer wieder scheiterten die Gäste aus aussichtsreichen Positionen am bestens aufgelegten Michael Luderschmidt im Tor der Gastgeber, immer wieder war er der Ausgangspunkt für Gegenangriffe und immer wieder sorgten Abwehrfehler der Auerbacher für Anschluss- oder Ausgleichtreffer.

Wannenmacher greift ein

"Wir haben am oberen Rand unserer Möglichkeiten gespielt", erklärte Friedbergs Trainer Dieter Braun den knappen Pausenrückstand. "Außerdem hat Auerbach schon fast mit einer Art B-Sieben gespielt." Damit meinte er die nur spärlich beziehungsweise überhaupt nicht eingesetzten Philipp Schöttner und Tobias Wannenmacher. Mit Beginn der zweiten Hälfte griff nun auch der Auerbacher Spielertrainer ins Geschehen ein - und sofort drehte sich die Partie. Die Auerbacher agierten plötzlich deutlich ruhiger, konsequenter und effektiver. Die Abwehrreihe arbeitete nun konzentrierter und aggressiver, ließ den Gastgebern kaum eine Möglichkeit zum Wurf. "Wir haben nach der Pause unsere 5-1-Deckung nicht mehr ganz so offensiv gestellt und damit die Räume deutlich enger gemacht", beschrieb Co-Trainer Manfred Eichenmüller die Veränderungen in der Defensive.

13 Minuten ohne Gegentor

In der Offensive wurden nun die Auslösehandlungen ruhiger und konsequenter ausgespielt. Matthias Schnödt überzeugte in der für ihn neuen Position am Kreis und auch auf vorgezogenem Posten in der Abwehr. Die Friedberger bekamen nun kaum mehr ein Bein auf den Boden, liefen sich immer wieder in der Auerbacher Abwehr fest und vergaben ihre wenigen Möglichkeiten. Es dauerte von der 31. bis zur 44. Minute, ehe die Braun-Schützlinge wieder einen Treffer erzielten. Bis dahin waren die Gäste auf 22:14 davongezogen.

Die letzte Viertelstunde spielten die Blau-Weißen relativ entspannt zu Ende. Der letzte Treffer gebührte den Gastgebern. Mit dem Schlusspfiff erzielten sie per Strafwurf den Endstand von 20:32. "In der zweiten Hälfte hat Auerbach mindestens eine Klasse besser gespielt," sagte Braun, "Der Sieg geht absolut in Ordnung."

SV 08 Auerbach: Tor: Walzik, M. Müller. Feld: Tannenberger, Lux (8/1), Wolf (4), Wannenmacher (1), Schnödt (4), Herold (1), Schmidtke (3), Schramm (3), F. Müller (6), Schöttner(2).
Weitere Beiträge zu den Themen: Auerbach (9490)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.