SV 08 Auerbach bezwingt SV Anzing mit 25:21 - Viele Fehler, viele vergebene Chancen
Schnödts Knie trübt die Freude

In einer schwachen Partie mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten gewannen die Handballer des SV 08 Auerbach ihr letztes Punktspiel vor der Winterpause beim SV Anzing. Mit dem 25:21 verteidigten sie ihren Spitzenplatz in der Bayernliga.

Allerdings mussten die Oberpfälzer auch einen Wermutstropfen schlucken: Matthias Schnödt, der sich nach seiner schweren Knieverletzung inzwischen wieder zu einem der Leistungsträger entwickelte, schied kurz vor dem Ende mit Verdacht auf Meniskusverletzung aus. "Uns gehen langsam die Spieler aus", kommentierte Wannenmacher die Verletzung Schnödts. "Es wird Zeit, dass die Winterpause kommt. Wir müssen allerdings am kommenden Samstag noch im Pokal ran und können erst danach unsere Blessuren auskurieren."

Ralph Weiss fehlte wie befürchtet aus beruflichen Gründen, Philipp Schöttner trat nach über einer Woche Krankheit zwar an, lief jedoch sichtbar geschwächt auf und Spielertrainer Tobias Wannenmacher konnte verletzt das Spiel lediglich von der Bank aus dirigieren.

Den Auerbachern gelang zu Beginn so gut wie gar nichts. Ein technischer Fehler reihte sich an den anderen, vergebene Großchance folgte auf vergebene Großchance. Hätte nicht Torhüter Philipp Walzik erneut einen guten Tag erwischt und hätten die Gastgeber nicht selbst immer wieder fehlerhaft agiert, Anzing wäre wohl noch deutlicher davongezogen.

So jedoch blieben die Blau-Weißen einigermaßen in Schlagdistanz, hielten den Rückstand bei zwei bis drei Toren. "Wir haben uns zu sehr von der aggressiven Abwehr beeindrucken und von der Hektik in der Halle anstecken lassen, uns zu wenig auf unser eigenes Spiel konzentriert", sagte Co-Trainer Manfred Eichenmüller. Es dauerte bis zur 20. Minute, ehe Maximilian Lux mit einem Strafwurf den Ausgleich zum 7:7 erzielte. Wer jedoch glaubte, die Partie werde etwas ruhiger, sah sich getäuscht. Symptomatisch für das Spiel der Auerbacher in der ersten Hälfte war wohl die letzte Aktion vor der Pause. Anzing, mit 10:8 in Führung, bekam mit Ertönen der Sirene noch einen Freiwurf zugesprochen. Was selten genug vorkommt, passierte der Auerbacher Abwehr an diesem Tag: Irgendwie fand der Werfer eine Lücke zwischen den gegnerischen Spielern und traf zur Begeisterung der Anzinger Zuschauer und zum Schrecken der Gästefans zum 11:8.

Die zweite Hälfte begann Auerbach in Unterzahl - nd Anzing mit einem Strafwurf. Sollte die Kabinenansprache von Tobias Wannenmacher nicht gefruchtet haben? Die Oberpfälzer bemühten sich sichtlich mehr, standen sicherer in der Abwehr und zeigten auch im Angriff ihre Fähigkeiten. Hatten Kenny Schramm und Maximilian Lux in der ersten Hälfte kaum getroffen, so waren sie nun die entscheidenden Spieler. Bei den Gastgebern lief immer weniger zusammen.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff stand es noch 13:9 für die Oberbayern, in der 50. Minute dann leuchtete ein für die heimischen Fans ernüchterndes 14:18 von der Anzeigentafel. "Wir haben uns in dieser Phase eine unerklärliche Auszeit genommen, die Auerbach mit all seiner Erfahrung genutzt hat", sagte Trainer Anzings Hubert Müller. Auerbach baute den Vorsprung zwar noch auf sechs Tore aus (21:15), ließ in den letzten Minuten jedoch noch eine Ergebniskorrektur der Hausherren zu und brachte den Vorsprung sicher über die Zeit.

SV 08 Auerbach: Tor: Walzik, M. Müller. Feld: Tannenberger, Lux (8/1), Schnödt, Herold, Schmidtke (3), Schramm (6), F. Müller (3), Wolf (4), Schöttner (1).
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