SV 08 Auerbach erwartet am Samstag Coburg II und kann am Sonntag Meister sein
"Nicht ablenken lassen"

Im vorletzten Heimspiel der Saison erwarten die Bayernliga-Handballer des SV 08 Auerbach am Samstag, 28. März, die Bundesligareserve des HSC 2000 Coburg und können mit einem Sieg einen weiteren großen Schritt in Richtung Meisterschaft machen. Vielleicht sogar den entscheidenden. Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle gegen den Tabellenfünften ist um 19 Uhr, das Vorspiel bestreitet ab 16.45 Uhr die zweite Mannschaft in der Bezirksoberliga gegen den SV Buckenhofen.

Die Chancen für einen Sieg der Truppe um Spielertrainer Tobias Wannenmacher gegen Coburg stehen nicht schlecht. Zumindest wenn man die Statistik bemüht. Immerhin haben die Oberpfälzer in dieser Saison als einziges Team der Liga noch kein Heimspiel verloren, gewannen die meisten Partien recht deutlich, erzielten dabei durchschnittlich mehr als 35 Tore und mussten lediglich knapp 25 Treffer hinnehmen.

Zuhause stärker

Die Oberfranken hingegen weisen auswärts ein Torverhältnis von 286:280 und 8:12 Punkte auf. Von Auswärtsschwäche zu sprechen, wäre wohl etwas übertrieben, dennoch tut sich das Team von Trainer Zdenek Vanek (48) in fremden Hallen etwas schwerer als zu Hause. Da kam es den Gelb-Schwarzen gerade recht, dass sie in den ersten acht Rückrundenspielen sechsmal in eigener Halle antraten. Entsprechend verbesserten sie sich vom achten Platz zur Winterpause auf Rang fünf. Mit 22:20 Punkten liegt die Vanek-Truppe im relativ gesicherten oberen Mittelfeld und hat selbst auf den möglicherweise noch "gefährlichen" Platz elf einen Vorsprung von fünf Zählern. Für Abstiegsgefahr ist eigentlich die Qualität der Mannschaft zu hoch, stehen doch ehemalige und aktuelle Akteure des Bundesligateams im Aufgebot.

Allen voran Haijck Karapetjan. Der 25-Jährige, der variabel im gesamten Rückraum einsetzbar ist, erzielte in dieser Saison bereits 141 Tore und erwies sich als einer der hartnäckigsten Verfolger des Auerbachers Maximilian Lux im Kampf um die Torjägerkrone. Neben dem ehemaligen U-18-Nationalspieler und ehemaligen Mitglied des armenischen Nationalteams haben auch Nicola Franke und Jonathan Rivera Vieco Erfahrungen aus der 1. und 2. Bundesliga.

Blicke gehen nach Rimpar

"Coburg spielt teilweise verstärkt über seine Kreisläufer", weiß Tobias Wannenmacher. "Wir müssen von Anfang an konzentriert sein und dürfen uns nicht von unwichtigen Dingen ablenken lassen." Damit spricht er die möglicherweise entscheidende Partie am Sonntag an: Sollte nämlich die DJK Waldbüttelbrunn bei der DJK Rimpar II verlieren, wäre der SV 08 Auerbach (bei einem Sieg am Samstag gegen Coburg) vorzeitig Meister.

"Um solchen Unsinn kümmere ich mich überhaupt nicht", fegte Wannenmacher jeden Gedanken an dieses Spiel vom Tisch. "Wir kümmern uns um die Dinge, die wir selbst beeinflussen können, um unser Spiel und um unsere Gegner." Maximilian Lux sagte verschmitzt: "Mir wäre ein Waldbüttelbrunner Sieg sogar lieber, denn dann bleibt es noch ein bisschen länger spannend."

SV 08 Auerbach: Tor: Walzik, M. Müller. Feld: Tannenberger, Lux, Wannenmacher, Herold, Schmidtke, Schramm, F. Müller, Wolf, Schöttner.
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