SV 08 Auerbach gehen die Spieler aus - In Landshut
Auf Krücken

Nach dem Aus im Pokal können sich die Handballer des SV 08 Auerbach wieder auf ihr eigentliches Ziel konzentrieren. Der Tabellenführer der Bayernliga möchte seine Position am Samstag, 28. Februar (18.30 Uhr), mit einem Sieg bei der TG Landshut festigen. Ein schwieriges Unterfangen angesichts einer langen Liste von Ausfällen.

In der Hinrunde war es noch ein Spitzenspiel zwischen dem Ersten und Dritten, doch seitdem rutschten die Niederbayern bis auf den zehnten Platz ab. Zehn Punkte Vorsprung auf Abstiegsrang zwölf wären eigentlich ein beruhigendes Polster - bestünde nicht die Gefahr, dass zwei bayerische Vereine aus der 3. Liga absteigen und somit eine Mannschaft mehr die Bayernliga nach unten verlassen muss.

Saison für Schnödt beendet

Mit den Auerbachern hat das Team von TG-Spielertrainer Markus Böhner (42) noch Rechnungen offen: Im Hinspiel gingen die Niederbayern bei der 19:41-Schlappe förmlich unter und auch im Final-Four des Molten-Cups gab es eine deftige 25:36-Niederlage. Die Voraussetzungen für eine Revanche dürften derzeit besser denn je sein. Nachdem beim SV 08 Auerbach Mario Schmidtke wohl noch einige Zeit ausfällt, erreichte die Verantwortlichen am Dienstag eine weitere Hiobsbotschaft: Matthias Schnödt kam auf Krücken in die Halle und erklärte, dass die Saison für ihn wegen eines Ermüdungsbruchs im linken Mittelfuß wohl beendet sei. Kurze Zeit später verletzte sich Kenny Schramm im Training am Oberschenkel. Da auch Ralph Weiss erneut beruflich unabkömmlich ist, wird die Personaldecke nunmehr schon sehr dünn. "Ausgerechnet jetzt hat Landshut durchaus gute Ergebnisse vorzuweisen", sagt Auerbachs Spielertrainer Tobias Wannenmacher und sieht sich in seinen andauernden Warnungen vor Überheblichkeit bestätigt. "Ich sage schon seit Wochen, dass selbst durch einen Sieg gegen Waldbüttelbrunn die Runde nicht zu einem Selbstläufer wird."

Abwehr deutlich stabiler

Die Landshuter überzeugten zuletzt vor allem in ihren Heimspielen und besiegten den HC Sulzbach (31:19) und die Bundesligareserve aus Rimpar (30:23) klar. Dabei zeigte sich neben den beiden bislang schon sehr torgefährlichen Rückraumakteuren Dominik Abeltshauser und Stefan Axthaler auch Linksaußen Alex Reitmeier deutlich verbessert und trug entscheidend zur jeweiligen Torflut bei. Lange Zeit galt die Defensive als Achillesferse der Niederbayern, mittlerweile hat sich diese aber stark verbessert und stabilisiert.

"Wir müssen wieder mit mehr Intensität in die Spiele gehen, vor allem jetzt in den letzten und entscheidenden Partien", gab Wannenmacher die Marschrichtung vor. "Am vergangenen Wochenende haben wir gesehen, was man mit Einsatzwillen und Kampfgeist erreichen kann. Leider fallen uns ausgerechnet jetzt unsere Spieler aus. Möglicherweise können wir ja auch den einen oder anderen aus der zweiten Mannschaft aktivieren, denn mit lediglich zwei Auswechselspielern wird es mehr als schwer, in Landshut zu bestehen."

SV 08 Auerbach: Tor: Walzik, M. Müller. Feld: Tannenberger, Lux, Wannenmacher, Herold, Schramm (?), F. Müller, Wolf, Schöttner.
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