SV 08 Auerbach kassiert bei der DJK Waldbüttelbrunn die erste Saisonniederlage
Siegesserie endet im Spitzenspiel

Nach zehn Siegen in Serie hat es nun auch den SV 08 Auerbach erwischt. Die Mannschaft von Spielertrainer Tobias Wannenmacher verlor am Samstagabend das Gipfeltreffen der Handball-Bayernliga beim Tabellenzweiten DJK Waldbüttelbrunn mit 21:22.

Die zahlreichen Zuschauer, darunter fast 100 mitgereiste Auerbacher Anhänger, sahen ein spannendes, aber nicht unbedingt hochkarätiges Spitzenspiel. Dies sagte auch Auerbachs Spielertrainer Wannenmacher nach der Partie: "Es war eine intensive Begegnung, die Ästhetik stand dabei aber nicht im Vordergrund." Von Beginn an zeigten die Hausherren, gestützt auf eine enorm aggressive und offensive Abwehr, dass sie die Niederlage der Vorwoche in Unterhaching unbedingt vergessen lassen wollten. Bereits nach zwei Minuten hatten sie die ersten beiden Tore erzielt. Auerbach behielt die Ruhe, war immer in Reichweite, drehte einen 2:4-Rückstand, glich zum 5:5 aus und ging beim 6:5 das erste Mal in Führung.

Auch in der Folgezeit konnte sich keine Mannschaft absetzen. Die knappe Führung wechselte hin und her. Die Abwehrreihen und vor allem die auf beiden Seiten ausgezeichneten Torhüter dominierten das Geschehen. Allerdings zeigte sich bereits jetzt, dass die sonst so zielsich-eren Auerbacher Trümpfe auf den Außenpositionen, Maximilian Lux und Kenny Schramm, nicht so treffsicher wie gewohnt waren. Aber mit cleverer Spielweise in der Schlussphase der ersten Hälfte sowie einem seit seinem verletzungsbedingten Ausfall erstmals wieder eingesetzten wurfstarken Felix Müller und einem gewitzten Philipp Schöttner gingen die Gäste mit einer verdienten 12:10-Führung in die Halbzeitpause.

Die Oberpfälzer starteten zu passiv in den zweiten Durchgang, So dauerte es nur fünf Minuten, ehe die DJK Waldbüttelbrunn wieder vorne lag (14:13). In der Folgezeit war es vor allem der quirlige Feitz, der die Auerbacher mehrfach in Verlegenheit brachte. Mit drei Treffern in Folge setzte sich der Tabellenzweite auf 19:16 ab. Die Auerbacher scheiterten in dieser Phase reihenweise an dem nun noch stärker werdenden Torhüter Varga. Bei nur drei Toren innerhalb einer Viertelstunde war der bislang treffsicherste Angriff der Liga nicht wiederzuerkennen.

Erst eine Umstellung in der Abwehr auf einen vorgezogenen Spieler sowie der Wille, nicht kampflos die Segel zu streichen, brachten den SV 08 Auerbach Tor um Tor wieder heran. Fünf Minuten vor Spielende war beim Stand von 20:20 wieder alles offen.

Nun wurde es richtig spannend: Die 21:20-Führung des Gastgebers glichen die Auerbacher postwendend aus. Beide Mannschaften vergaben die Möglichkeiten zu einer Vorentscheidung, ehe Waldbüttelbrunn rund 50 Sekunden vor Ende das 21:20 erzielte. Beim letzten Auerbacher Angriff traf Alexander Tannenberger Augenblicke vor dem Ende - doch das Tor wurde wegen angeblicher Kreisberührung nicht gegeben. Auerbachs Trainer Wannenmacher kritisierte in seiner Analyse "die fehlenden einfachen Tore aus Kontern heraus."

SV 08 Auerbach: Tor: Walzik, M. Müller. Feld: Schöttner (5), F. Müller (4), Wolf (3/1), Schmidtke (3/1), Weiss (2), Lux (2), Schramm (1), Schnödt (1), Tannenberger, Wannenmacher, Herold.
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