SV 08 Auerbach verteidigt Platz eins trotz schwacher Chancenverwertung - 32:25 in Lohr
"Ein Sieg ist ein Sieg"

Die Handballer des SV 08 Auerbach fuhren am Samstag den siebten Sieg im siebten Spiel der Bayernliga ein. Nach einer intensiven und streckenweise hektischen Partie gewannen sie beim TSV Lohr deutlich mit 32:25 und verteidigten den Spitzenplatz.

Von Beginn an agierten die Unterfranken sehr aggressiv in den Zweikämpfen und brachten so die Gäste ein ums andere Mal aus dem Rhythmus. Auerbach vergab bereits in dieser frühen Phase beste Möglichkeiten und Lohr nutzte dies zu einfachen und schnellen Toren. Vor allem Yannick Bardina, den die Abwehr der Gäste erst sehr spät etwas besser unter Kontrolle bekam, traf auf der rechten Rückraumseite fast nach Belieben.

Dann eine Schrecksekunde für die Gäste: Felix Müller verletzte sich an der Wade und musste das Spielfeld verlassen. "Vermutlich ein Muskelfaserriss", lautete die Diagnose von Physiotherapeut Dominik Fitzek. Immer wieder wechselte nun die Führung und selbst als die Gäste kurzzeitig mit zwei Treffern in Front lagen, schaffte es Lohr mühelos, das Spiel wieder auszugleichen (6:6). Nach einer Viertelstunde hatte sich Auerbach auf die Gangart eingestellt, die Abwehr stand sicherer und Philipp Walzik tat mit einigen Paraden ein Übriges dazu. Da sich auch die Chancenverwertung deutlich verbesserte, gelang den Gästen ein 7:1-Lauf (Pause 11:17).

In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein noch hektischeres Spiel, wobei ein Gutteil dieser Hektik der Unsicherheit der Unparteiischen geschuldet war. Immer wieder kam es zu Pfiffen, die auf beiden Seiten des Feldes für Unmut sorgten. Dabei hatten die Gastgeber deutlich mehr Probleme damit, als die Blau-Weißen. Da Lohr nun immer wieder mit einem Mann weniger auf dem Feld stand, war es für den Tabellenführer trotz einer streckenweise ideenlosen Offensive und einer schwachen Chancenverwertung kein Problem, das Spiel zu kontrollieren.

Auch von den 450 Zuschauern ließ sich die Wannenmacher-Sieben nicht mehr aus dem Konzept bringen. Allen voran Andreas Wolf, aber auch Kenny Schramm, Ralph Weiss, Matthias Schnödt und der Spielertrainer selbst sorgten durch feine Einzelleistungen für die entscheidenden Tore und ließen durch konzentriertere Abwehrarbeit auch hinten nicht mehr viel anbrennen. Die Gastgeber versuchten zwar alles, kamen aber nicht mehr ausreichend zum Zug und verloren mit 25:32.

Auerbachs Trainer Tobias Wannenmacher zog ein positives, wenn auch zweigeteiltes Fazit über die Partie: "Einerseits ist mir vollkommen egal, wie, oder wie hoch wir gewinnen. Ein Sieg ist ein Sieg. Ein Sieben-Tore-Vorsprung, noch dazu auswärts, ist deutlich. Andererseits müssen wir in der kommenden Woche über unsere Chancenverwertung sprechen. Bei 15 bis 18 vergebenen Bällen muss man sich nicht wundern, wenn keine Souveränität aufkommt."

Am Samstag, 1. November, macht die Liga Pause, allerdings steht um 14.15 Uhr mit dem Pokalspiel gegen den Ligakonkurrenten TSV Unterhaching die nächste spannende Partie auf dem Plan der Auerbacher.

SV 08 Auerbach: Tor: Walzik, M. Müller. Feld: Tannenberger, Weiss (3), Lux (5/2), Schnödt (2), Wannenmacher (5), Herold, Schmidtke (4), Schramm (5/1), F. Müller, Wolf (7), Schöttner (1).
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