SV Etzenricht darf sich in Kelheim nicht vom Tabellenstand des Gegners leiten lassen - ...
Gegen Schlusslicht voller Einsatz gefragt

Nach zweiwöchiger Sperre steht dem SV Etzenricht wieder Andreas Mark (rechts) zur Verfügung. Bild: war
Etzenricht. (war) Tabellendritter beim Schlusslicht: Zwangsläufig drängt sich die Frage auf, was da schiefgehen sollte. Wenn der SV Etzenricht aber am Samstag um 14 Uhr beim ATSV Kelheim antritt, sollten die Gästespieler jeglichen Anflug von Überheblichkeit aus ihren Köpfen verbannen.

Nüchtern betrachtet steht den Kelheimern eine Herkulesaufgabe bevor, wenn sie mit der aktuellen Zwischenbilanz, 10 Punkte und 16:69 Tore, nach dem Aufstieg ein weiteres Jahr in der Landesliga Mitte anhängen wollen. Zwei Niederlagenserien, der ATSV hat die ersten sieben und die letzten acht Spiele in Reihe verloren, stempeln die Elf von der Donau zu einem klaren Abstiegskandidaten.

Der Kelheimer Zwischenspurt, von Spieltag acht bis elf holte der Liganeuling drei Siege und ein Unentschieden, war als Achtungserfolg einzustufen, führte aber nicht zur erwünschten Wende. Bernd (54) und Florian Schinn (29), Vater und Sohn sowie zugleich Trainergespann, hatten von Beginn an mit Ausfällen zu kämpfen, setzten inzwischen 27 Spieler ein und sind schon daher nicht um ihren Job zu beneiden.

Mit Schinn junior pflegt Etzenrichts gleichaltriger Trainer Michael Rösch ständigen und freundschaftlichen Kontakt. Er wird aber die guten Beziehungen diesmal für 90 Minuten ruhen lassen. Rösch wurde laut in der Kabine, nachdem seine Mannschaft am zurückliegenden Samstag nicht unbedingt erwartet ein deftiges 0:4 gegen Aufsteiger Osterhofen kassierte. Und er setzt sein Team unter Druck, will die Position im oberen Tabellenbereich mit in die Winterpause nehmen. "Wir wollen uns am Samstag in Kelheim definitiv anders verkaufen als letzte Woche. Die Jungs sind willig, ich erwarte mir eine Reaktion von jedem einzelnen."

Rösch war er am Sonntag in Ettmannsdorf, beobachtete dort das knappe 0:1 der Schinn-Truppe beim seit Wochen in Topform spielenden SC. "Kelheim ist keine schlechte Mannschaft. Sie werden uns keinen Zentimeter schenken. Es gibt am Samstag keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Einzig was zählt, sind die drei Punkte", stellt Rösch klar. Sportlicher Leiter Markus Hofbauer erinnerte in der Mannschaftsbesprechung an das Hinspiel. Auch dieses war kein Selbstläufer, der ATSV stand kompakt in der Abwehr und ließ lediglich zwei Treffer durch Matthias Dietl und Klaus Moucha zu. Es steht der komplette Kader zur Verfügung, denn die zweiwöchige Sperre von Andreas Mark ist abgelaufen.

Statistik vom Freitag

TSV Kareth - SC Ettmannsdorf 1:1 (1:1) Tore: 1:0 (6.) Tobias Bräu, 1:1 (17.) Florian Tausendpfund - SR: Tobias Baumann (TSV Seebach) - Zuschauer: 200 - Rot: (46.) TW Tim Ebner (SC) Notbremse - Gelb-Rot: (90.+1) Sebastian Fischer (SC) - Besonderes Vorkommnis: (50.) Christian Zitzl (SC) hält Foulelfmeter von Tobias Bräu
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