SV Etzenricht trennt sich von Bernd Rast

Bernd Rast ist seinen Trainerjob beim SV Etzenricht los. Der abstiegsgefährdete Landesligist zieht die Reißleine und trennt sich von dem erst zu Saisonbeginn verpflichteten Coach. Atmosphärische Störungen mit Teilen der Mannschaft geben den Ausschlag.

Etzenricht. (war) Die Zusammenarbeit zwischen dem Landesligisten SV Etzenricht und Trainer Bernd Rast ist nach rund einem halben Jahr beendet. Die Mannschaft wurde in der Spielersitzung gestern Abend informiert. Über eine Nachfolge ist noch nicht entschieden. Das Training leitet aktuell der im dritten Jahr für den SVE tätige Co-Trainer Tim Haberl (20) zusammen mit Torwarttrainer Peter Romeis (45).

"Die Trennung fand völlig unspektakulär in einem persönlichen Gespräch mit Bernd am Mittwochabend statt", sagte Abteilungsleiter Manfred Herrmann, der die Fußballsparte des Sportvereins seit über zwei Jahrzehnten führt. "Wir haben uns gegenseitig nichts vorzuwerfen. Der Trainer hat auf seine Weise seine Aufgabe zuverlässig erfüllt, es gab unterschiedliche Auffassungen und wir tragen mit diesem frühzeitigen Schnitt dem Rechnung."

Die Trennung kommt in der Momentaufnahme überraschend, denn von den letzten fünf Spielen wurden drei gewonnen, nur eine wurde verloren und eine endete unentschieden. Herrmann führt aber als Argument an, dass es wohl seit einigen Wochen Unstimmigkeiten mit Leistungsträgern aus dem Landesliga-Team gab. "Wir haben uns diese Entscheidung reiflich überlegt, sehen in einem Neustart die Chance, die Motivation zu steigern und das Ziel Klassenerhalt zu erreichen", ergänzte der Sprecher des SV.

"Die Chemie hat im Zusammenwirken mit einem Teil der Mannschaft ganz einfach nicht mehr gestimmt und daher musste eine Reaktion kommen", meinte Herrmann. Der Abteilungsleiter plant für die beiden noch anstehenden Spiele vor der Winterpause und das Restprogramm im Frühjahr 2015. Schnellstmöglich will sich der Verein von dem derzeitigen Relegationsrang lösen.

In einer Stellungnahme gegenüber unserer Redaktion verweist Bernd Rast auf seine ohnehin sehr kurzfristige Verpflichtung vor der Saison. "Ich hatte keine Zeit und Möglichkeit zur Kaderplanung. Dadurch besaß ich auch nur sehr wenig Handlungsspielraum, um auf sportliche und persönliche Probleme zu reagieren", erklärte er.

Rast verweist auf den positiven Trend der letzten Wochen: "Wir haben uns auf dem richtigen Weg befunden." Gleichzeitig räumt er ein: "Die Entscheidung des Vereins hat man als Trainer zu akzeptieren. Ich wünsche dem SV Etzenricht viel Erfolg im weiteren Saisonverlauf."
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