SV Etzenricht und TSV Kareth trennen sich 0:0 - Trainer Michael Rösch: "Positive Aggressivität"
Unterhaltsam auch ohne Tore

Etzenricht. Der SV Etzenricht und der TSV Kareth trennten sich auf dem ordentlich bespielbaren Siegfried-Merkel-Sportplatz 0:0. Beide Teams lieferten eine kämpferisch und läuferisch ausgezeichnete Partie mit intensiven Zweikämpfen ab. Entsprechend wertete SVE-Trainer Michael Rösch dieses letzte Heimspiel vor der Winterpause und sagte: "Ein gutes Landesliga-Spiel, geprägt von positiver Aggressivität, und ein Ergebnis, mit dem beide Seiten leben können".

Er sah seine Elf in den ersten 15 Minuten im Vorteil. Der SVE dominierte zunächst, bestimmte das hohe Tempo. Aus der Drehung kam Martin Pasieka (3.) zur ersten torgefährlichen Aktion im Karether Strafraum. Stephan Herrmann versuchte es mit einem Spannschuss (11.) aus 18 Metern. Ab der 20. Minute häuften sich die Gegenangriffe der jungen Truppe aus dem Regensburger Norden. Raphael Seiler (21.), Tobias Bräu (23.) und Christian Ludwig (25.) forderten Michael Heisig im SVE-Tor alles ab.

"Ich sehe die klarer herausgearbeiteten Chancen auf unserer Seite und ihr müsst froh sein, am Ende unentschieden gespielt zu haben", leitete TSV-Coach Sepp Schuderer aus diesen Situationen vor der Pause ab. "Die Art und Weise, wie unsere Mannschaft vor der Winterpause noch einmal alles abgerufen hat, verdient ein dickes Lob", fügte der Koller-Nachfolger hinzu, zollte aber auch dem Gastgeber Respekt. Vor allem die Cleverness der seit Saisonbeginn verletzungsfrei mitwirkenden Marco Lorenz, Klaus und Stephan Herrmann stufte er hoch ein: "Das macht eure Art und Weise aus." Die Chance, Halbzeit eins mit einer Führung zu beenden, hatte der Etzenrichter Kapitän Stephan Herrmann in der 36. Minute. Sein Flachschuss aus sechs Metern, Torwart Thomas Rachner verkürzte geschickt den Winkel, schrammte keine zehn Zentimeter am Pfosten vorbei.

Torjäger Bräu umworben

Im zweiten Abschnitt war es für den SV und den TSV möglich, eine Entscheidung herbeizuführen. Vor allem die Schnelligkeit von Kareths Top-Torjäger Bräu bereitete der Heimelf Probleme. So verhinderte Heisig (56.) mit einer Parade dessen 18. Saisontreffer. "Das musste er einfach machen", erklärten selbst die SVE-Fans, als Bräu (78.) alleine auf das Etzenrichter Tor zustürmte, aber nicht den direkten Weg suchte, sondern auf den schlechter postierten Adrian Preisner ablegte. "Er wird inzwischen von ganz Ostbayern umworben, wir sehen uns schon als eine Art Selbstbedienungsladen im Regensburger Raum", sprach Schuderer die Wechselgerüchte um den talentierten 22-jährigen Angreifer an.

Aber auch die Rösch-Truppe war alles andere als tatenlos. So vereitelte Kareths Keeper Rachner mit einer Hand reflexartig die Möglichkeit von Johannes Pötzl (75.). Andreas Schimmerer (70.) wurde auf Höhe des Elfmeterpunkts bei einem Dribbling mit einem Foul gebremst, Referee Roland Achatz entschied jedoch auf auf Weiterspielen.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.