SV Etzenricht verliert bei der SpVgg Lam mit 0:2
Niederlage und Rot für Torwart Heisig

Der Etzenrichter Torwart Michael Heisig sah bei der 0:2-Niederlage in Lam in der Nachspielzeit wegen einer Notbremse die Rote Karte. Bild: hfz
Lam. Der Bayerwald ist kein gutes Pflaster für den SV Etzenricht. Wie in der Vorsaison kassierten die Oberpfälzer eine Niederlage bei der SpVgg Lam. Die Verantwortlichen des Gastgebers werteten den 2:0-Heimsieg gegen den punktgleich angereisten SVE als "einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt". "Von der heutigen Darbietung unserer Elf bin ich sehr enttäuscht. Die Spieler haben die Mentalität und den Willen zum Erfolg vermissen lassen", bemängelte SVE-Abteilungsleiter Manfred Herrmann die vom ganzen Team gezeigte leidenschaftslose Gesamtleistung.

Vor allem auch, weil die "Osserbuam" nach dem schlechten Start in das Restprogramm verunsichert wirkten und keineswegs einen besseren Fußball spielten. "Sicherheit zuerst" hatten die Trainer ganz offensichtlich von Beginn an als Devise ausgegeben. Beide Mannschaften standen tief und lauerten auf Fehler beim Gegner. In der ersten Hälfte neutralisierten sich beide Teams, Michael Heisig im SVE-Tor war nur bei einigen Flankenbällen gefordert.

Den Unterschied nach dem Seitentausch machten dann die Lamer Legionäre aus Tschechien aus. Zumindest was die Torgefährlichkeit anging. Der bei der SpVgg eingewechselte Michael Gmach verlängerte einen Eckball mit dem Scheitel und so eine Chance ließ sich Ex-Profi Pavel Dobry nicht entgehen. Er hämmerte das Leder aus kurzer Distanz in die Maschen. "Diesmal haben wir nach dem Rückstand vergeblich auf ein Aufbäumen gewartet", kommentierte Herrmann diese Phase. Lediglich eine Einzelaktion von Martin Pasieka (65.) eröffnete die Chance auf den Ausgleich, doch dessen Schuss strich über die Latte. Wenig Zeit später hatte Radek Dyk (67.) die Möglichkeit zum 2:0, scheiterte aber am aufmerksamen Heisig. Die über die gesamte Spielzeit - meist sahen die Fans ein Mittelfeldgeplänkel - fehlende Brisanz stellte sich dann in der Nachspielzeit ein. Etzenrichts Kapitän Stephan Herrmann kam frei zum Schuss, doch Max Weber im SpVgg-Tor bewahrte mit einem tollen Reflex sein Team vor dem Ausgleich. In der letzten Szene hielt Heisig den alleine auf ihn zulaufenden Dyk fest. Eine klare Sache: Für den Torwart gab es Rot und Karl-Heinz Hofmann vollstreckte den Elfmeter gegen Andreas Mark, der ins Torwarttrikot schlüpfte.
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