SV Grafenwöhr unterliegt gegen Neukirchen nach 2:0-Führung im Endspurt noch mit 2:4
An der Sensation geschnuppert

Kurz vor dem endgültigen K.o. vergab der eingewechselte Fabian Lober diese Chance alleine vor dem Neukirchener Keeper Krejci. In den letzten Minuten des Spiels brach für die Grafenwöhrer mit vier Gegentoren noch das Unheil herein. Bild: Büttner
SV Grafenwöhr: Pachelbel, Kasseckert (71. Lober), König, Träger, Schuster, Stephan Wächter, Weiss, Renner, Johannes Wächter, Dobmann, Kraus

SV Neukirchen Blut: Krejci, Wagerer, Bachl, Iglhaut, Schmidt, Rank (76. Kreuziger), Bartz, Vlcek (81. Schamberger), Weinfurtner, Meindl, Vokac

Tore: 1:0 (10.) Dobmann, 2:0 (19.) Kasseckert, 2:1 (80.) Meindl, 2:2 (85.) Meindl, 2:3 (89./Foulelfmeter) Meindl, 2:4 (90.) Schamberger - SR: Johannes Hamper (Kulmbach) - Zuschauer: 250

(dö) Die Überraschung lag in der Luft, doch am Ende mussten sich die Grafenwöhrer Kicker auch im Rückspiel der ersten Aufstiegsrunde zur Landesliga dem SV Neukirchen Hl. Blut 2:4 geschlagen geben. Schon das Hinspiel am Donnerstag hatte der Zweite der Bezirksliga Süd mit 5:0 gewonnen. Diesem deutlichen Ergebnis war auch der magere Zuschauerzuspruch geschuldet.

Als Trainer sprang Stefan Richter für Urlauber Thomas Daschner ein. Die anwesenden Fußballfans erlebten einen SV Grafenwöhr, der drauf und dran war, das Unmögliche doch noch möglich zu machen. 2:0 stand es nämlich bereits nach 19 Minuten, als Dobmann per Drehschuss und Jan Kasseckert mit einer direkt verwandelten Ecke die Aufholjagd einläuteten. Der dritte Treffer wollte allerdings nicht mehr fallen, obwohl er mehrmals in der Luft lag. Dabei pfiff auch der Schiedsrichter einen Vorteil ab, wobei der Ball ins Tor getrudelt war. Die Gastgeber gingen diesmal giftig in die Zweikämpfe und ließen den gefürchteten Angriff der "Rosenkranzler" nicht zur Geltung kommen. Nur einmal blitzte deren Gefährlichkeit auf, doch mit Glück konnte nach einem Alleingang von Vlcek Unheil verhindert werden.

Gegen die spielerisch enttäuschende Elf aus dem Bayerwald war die Heimelf auch nach dem Wiederbeginn dominierend. Das Team von Trainer Thomas Seidl hatte wohl nicht mit so einem aufopferungsvoll anrennenden Gastgeber gerechnet. Markus Kraus ordnete meist das Spiel von hinten heraus, wobei viel mit langen Bällen operiert wurde. David Dobmann und Stefan Weiss hatten erneut den dritten Treffer auf dem Fuß. Aber immer mehr ließ bei der Sportvereinigung die Kraft nach und im Endspurt hatte der Gast keine Mühe, mit vier Treffern in zehn Minuten noch einen klaren Sieg herauszuschießen. Nach dem Spiel lobte Trainer Richter seine Mannschaft für das hohe Tempo. Ärgerlich war für ihn nur, dass nach so einem tollen Spiel eine Niederlage stand.
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