SV Hutthurm entführt per Foulelfmeter drei Punkte aus Etzenricht
Heimserie des SVE gerissen

Etzenricht. (war) Seit dem 3. Oktober 2014, der Gast und Gewinner war der FC Tegernheim, hatte der SV Etzenricht auf der eigenen Siegfried-Merkel-Sportanlage nicht mehr verloren. Am Samstagnachmittag setzte es gegen den SV Hutthurm mit 0:1 die vierte Heimniederlage der Saison. Den Ausschlag gab ein von Sebastian Loibl nach einer Stunde Spielzeit sicher verwandelter und von der Entstehung her berechtigter Foulelfmeter. Loibl war nach einem Laufduell mit Andreas Müller im Strafraum regelwidrig vom Ball getrennt worden und der gute Schiedsrichter zeigte auf den Punkt.

"Die Heimniederlage schmerzt natürlich, für mich war es ein typisches 0:0-Spiel. Auch wenn bei uns heute spielerisch nicht viel zusammen ging, war eine Nullnummer möglich", erklärte SVE-Trainer Michael Rösch in der Pressekonferenz und verwies auf die immer dünner werdende Spielerdecke. Ohne Training und ohne jegliche Spielpraxis seit November spielte Florian Nittke 90 Minuten fehlerlos durch, stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Für den durch ein überflüssiges Foul ausgecheckten und schon angeschlagen in die Partie gehenden Kapitän Stephan Herrmann kam Mathias Beutner in den Schlussminuten noch zu seinem Debüt im Landesligateam.

Für die Gäste aus dem Passauer Umland war dieser Dreier eine Art Befreiungsschlag Richtung 50-Punkte-Marke. "Ich bin heute sehr zufrieden, nicht nur wegen der drei Punkte, sondern weil wir in die Offensive saubere Bälle gespielt haben", lobte Florian Wallner die Leistung seiner Truppe als eine Trendwende nach zwei Misserfolgen.

Die Gäste dominierten das Match auch weitgehend, wirkten technisch überlegen und verlegten das Spiel in die Etzenrichter Spielhälfte. Gefahr für Michael Heisig im SVE-Tor drohte allerdings ausschließlich bei Standardsituationen. Die beste Szene des SVE bot sich Martin Pasieka mit einem Konter (7.), blitzartig gesetzt nach zwei Hutthurmer Eckbällen. Aufgrund konsequenten Arbeitens der Abwehrketten ging es torlos in die Halbzeitpause.

Druckvoll übernahm die Wallner-Elf sofort wieder die Initiative. Druck erzeugt bekanntlich Fehler und Heisig war bereits nach fünf Minuten gegen Loibl mit einer anspruchsvollen Reaktion gefordert. Nach dem spielentscheidenden Strafstoß hatten Christoph Schätzl (62.), der ansonsten gut beschattete Torjäger Benjamin Neunteufel (75.) und Einwechselspieler Andras Fuchs (90+1) die Chance auf den zweiten Gästetreffer. Den möglichen Ausgleich (78.) verhinderte SVH-Torsteher Niklas Krinninger. Nach einer tollen Parade drehte er einen gut platzierten Kopfball von Konstantin Graßl mit den Fingerspitzen um den Pfosten.
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