SV Kulmain kontra SV Grafenwöhr - Schreglmann-Debüt
Abstiegskampf im Derby

Roland Schreglmann ist Interimstrainer bei der SV Grafenwöhr. Beim SV Kulmain wartet auf seine Spieler ein knackiges Kellerduell. Bild: G. Büttner
Kulmain. (ak/af) Das Aufeinandertreffen zwischen dem SV Kulmain (13. Platz/6 Punkte) und der SV Grafenwöhr (13./12) verspricht am Sonntag einen Kampf auf Biegen und Brechen. Die gastgebenden Kulmainer müssen gewinnen, um im Abstiegskampf der Bezirksliga Nord nicht vorzeitig den Anschluss zu verlieren. Auf der anderen Seite hofft der Gast aus Grafenwöhr nach dem Trainerwechsel von Bernhard Solter zu Roland Schreglmann die beängstigende Talfahrt zu stoppen.

Mit einem verdienten Auswärtspunkt kehrte der SV Kulmain zuletzt aus Vohenstrauß zurück. Was die Jungs von Trainer Oliver Drechsler an Engagement an den Tag legten, lässt für die künftigen Spiele hoffen. Auch wenn der derzeitige vorletzte Tabellenplatz mit mageren sechs Punkten nichts Gutes verheißen mag, aufgegeben hat sich im Kulmainer Lager niemand. Mit einem Sieg am Sonntag könnte man den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen herstellen.

Spielerische Glanzlichter dürfen die Zuschauer dabei nicht erwarten. Immerhin muss Drechsler die Mannschaft von Woche zu Woche personell bedingt umbauen. Die Aufstellung entscheidet sich kurzfristig. Lukas Reger, Marvin Felder und Sebastian Biersack fallen definitiv aus, hinter Manuel Griener und Jakob Schmidt stehen Fragezeichen. Bei Nico Pusiak besteht Hoffnung auf einen Kurzeinsatz. Andreas Ditschek kehrt ins Team zurück.

Nicht im Stich lassen

Roland Schreglmann war am vergangenen Wochenende Augenzeuge eines trostlosen Spiels zwischen der SV Grafenwöhr und dem TSV Detag Wernberg (2:2). "In dieser Verfassung steigen sie ab." Mit dieser Einschätzung bezüglich der Heimelf machte sich der 54-Jährige auf den Heimweg. Nur 24 Stunden später nahm der Verein Kontakt zu ihm auf, trug die Bitte vor, nach der Trennung von Bernhard Solter die Mannschaft zu übernehmen. Schreglmann schlief eine Nacht drüber, dann gab er die Zusage: "Ich will den Verein und die Burschen nicht im Stich lassen."

Allerdings wird Schreglmann, der vor Jahren die Grafenwöhrer zurück in die Bezirksliga geführt hatte, nur bis zur Winterpause tätig sein. Dann soll Stefan Richter das Amt übernehmen. "Ich kann keine Wunderdinge bewerkstelligen", meint der Interimscoach. Seine vorrangige Aufgabe sieht er darin, der Mannschaft verloren gegangenes Selbstvertrauen zurückzugeben: "Wir müssen wieder mutiger in die Spiele gehen." Ob und was er im taktischen Bereich ändere, sei auch von den Trainingseindrücken abhängig. Das Abschlusstraining stand am Freitagabend auf dem Programm. Die Partie in Kulmain stuft Schreglmann als "Weichenstellung" ein: "Wenn wir gewinnen, hätten wir ein Polster von neun Punkten auf einen direkten Abstiegsplatz."
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