SV Mitterteich dreht das Spiel

Der 4:3-Siegtreffer ist gefallen: Die Mitterteicher Jubeltraube besteht aus Martin Bächer, Markus Broschik, Jakub Ryba, Christoph Pirner, Matthias Männl und Torschütze Felix Lippert, der von sei-nen Teamkameraden fast erdrückt wird. Bild: Cyris

Als der TSV Waldkirchen mit 3:1 in Front lag, setzte niemand mehr einen Pfifferling auf den SV Mitterteich. Die Stiftländer bäumten sich aber auf, glichen aus und erzielten in Unterzahl sogar noch den Siegtreffer. Die Kampfkraft der Hausherren war bewundernswert.

Mitterteich. (cy) Der SV Mitterteich ist mit 51 Punkten zunächst am Ziel seiner Träume angekommen. Sollte es aus den restlichen drei schweren Partien noch Zuwachs auf dem Punktekonto geben, kann man vor der Mannschaft von Trainer Reinhold Schlecht nur den Hut ziehen. Was den SVM-Anhängern im Spiel gegen Waldkirchen von ihrem Team ab der 59. Minute geboten wurde, verdient Sonderapplaus. Die Mitterteicher erzielten innerhalb von vier Minuten den Ausgleich und setzten sogar noch den Siegtreffer drauf, weil sie sich nicht einigelten, sondern an sich glaubten und belohnt wurden. Die Gäste schlichen mit hängenden Köpfen vom regennassen Rasen, sie verstanden die Welt nicht mehr.

"An einen Sieg habe ich ehrlich gesagt nicht mehr geglaubt. Wir haben alles versucht. Aufgrund der zweiten Halbzeit, als wir den Gegner kämpferisch in den Griff bekommen haben, war es kein unverdienter Sieg. Nach dem Seitenwechsel haben wir uns gesteigert und die Punkte berechtigt behalten. Mich freut besonders, dass die Auswechslungen funktioniert haben. Es ist unangenehm, wenn man einen eingewechselten Spieler aus taktischen Gründen wieder vom Feld nimmt, aber wenn der andere dann den Siegtreffer macht, ist es umso schöner", freute sich Schlecht.

Die Platzherren drückten sofort, aber der abwehrstarke und angriffslustige Kontrahent wehrte sich vehement. Bereits nach 180 Sekunden musste Scharnagl gegen Url klären. Der TSV war schnell unterwegs und schoss sich ein. Das erste von insgesamt acht "Klingelzeichen" ertönte in der 19. Minute. TSV-Torjäger Krieg hämmerte einen Freistoß aus 18 Metern genau in den Winkel. Mitterteich rannte an, konnte die vielbeinige Gästeabwehr aber zunächst nicht aus den Angeln heben. Nach einem Pass von Weiß tanzte Nedbaly TSV-Schlussmann Hammer aus und schob zum 1:1 ein. Sekunden vor der Pause bekamen die Stiftländer eine kalte Dusche verpasst. Krieg versenkte einen Freistoß, diesmal aus 25 Meter Entfernung, zum 1:2.

Nach der Pause hatte Mitterteich Glück, dass Huber den oberen Winkel haarscharf verfehlte. Danach erhöhten die "Waldler" auf 3:1, Mat. Karlsdorfer musste eine Vorarbeit von Url nur noch über die Linie bugsieren. Der SV Mitterteich war aber noch nicht geschlagen, sondern stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Göhlert gelang unter Mithilfe von Torhüter Hammer der Anschlusstreffer und Pirner nutzte einen Nedbaly-Service zum umjubelten Ausgleich. Die Schlussphase war nichts für schwache Nerven. Göhlert wurde vom nicht überzeugenden Unparteiischen mit Gelb-Rot vom Platz geschickt. Davon ließen sich die Schlecht-Schützlinge aber nicht beeindrucken. Sie stürmten nach vorne und holten sich drei Punkte.
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