SV Mitterteich ohne Glück

Der SV Mitterteich lieferte Landesliga-Spitzenreiter SV Etzenricht einen großen Kampf, musste sich aber unglücklich mit 0:1 geschlagen geben. Hier versucht Christian Weiss (grünes Trikot), den Schuss von Gästespieler Andreas Schimmerer abzublocken. Bild: hfz

Der SV Mitterteich lieferte dem SV Etzenricht einen großen Kampf, stand aber am Ende mit leeren Händen da. Ein Tor reichte dem Spitzenreiter zum Sieg im Stiftland.

Mitterteich. Der SV Etzenricht entführte im Nordderby die Punkte aus dem Stiftland, feierte den zehnten Saisonsieg und nimmt weiter Platz eins in der Landesliga Mitte ein. "Wir wussten, dass uns hier eine heikle Aufgabe bevorsteht. Hier haben Cham, Bad Abbach und Gebenbach verloren. Umso mehr freuen wir uns, nach diesem Auswärtssieg die Konkurrenz auf Distanz zu halten", war Etzenrichts Abteilungsleiter Manfred Herrmann nach dem Schlusspfiff gut gelaunt.

Mitterteichs Trainer Reinhold Schlecht wollte sich zum Spielverlauf nicht äußern. Seiner Mannschaft hatte er sicherlich auch keine großen Vorwürfe zu machen, denn selbst in Unterzahl ab der 64. Minute lieferte sie ein leidenschaftliches und kampfstarkes Match. Einziges Manko war einmal mehr die schlechte Chancenverwertung.

Beim Gastgeber spielte der Ex-Etzenrichter Ralf Jakob in der Startelf und lieferte eine solide Leistung ab. Etzenricht trat ohne den etatmäßigen Abwehrchef Konstantin Graßl an, dafür war Mittelfeldmann Marco Lorenz wieder dabei. Der Tabellenführer kam trotz der Umstellung gut ins Spiel, wirkte etwa 20 Minuten organisiert und zielstrebig. So eröffnete sich Martin Pasieka nach Doppelpass mit Klaus Moucha die erste Gelegenheit (9.). Das Blatt schien sich mit zunehmender Spieldauer zu wenden, die Platzherren übernahmen das Kommando, fanden Lücken in der Etzenrichter Deckung. SVM-Torjäger Frantisek Nedbaly (28.), Jens Wegmann (31.) und wiederum Nedbaly (33.) gelangten in beste Schusspositionen, ließen ihre Chancen aber liegen. Etzenricht startete Entlastungsangriffe, schloss die Konter aber nicht sauber ab. Eine Einzelaktion sollte die Entscheidung bringen. Aus dem Stand zimmerte Martin Pasieka die Kugel aus 18 Metern mit einem Spannschuss unter die Latte, der gute SVM-Torhüter Fabian Scharnagl konnte den Ball nicht abwehren. Für Pasieka war es der siebte Saisontreffer.

"Wembley-Treffer"

Kaum verändert kamen die Teams aus der Kabine. Mitterteich verstärkte den Druck und war dem Ausgleich näher als der SVE dem 2:0. So verzog Manuel Dürbeck in Rücklage (52.) und Schiedsrichter Dadder versagte einem "Wembley-Treffer" (57.) die Anerkennung. Christian Weiß den Ball aus etwa acht Meter Entfernung an die Lattenunterkante gedonnert. Im Gegenzug schüttelte Pasieka zwei Verfolger ab und wurde durch ein ungeahndetes Foul vor der Strafraumgrenze gestoppt.

Gelb-Rot für Bächer

Die Gelb-Rote Karte für Martin Bächer erleichterte die Aufgabe der Schlecht-Truppe nicht. Dennoch setzte die Heimelf alles auf eine Karte, behielt die offensive Ausrichtung bei. Etzenricht stand nun aber gut sortiert und ließ wenig brisante Szenen in Strafraumnähe zu. In der Vorwärtsbewegung war das 2:0 für Einwechselspieler Johannes Pötzl (75.) machbar. Zehn Minute zuvor hatte Mitterteichs Keeper Scharnagl einen raffinierten Freistoß von SVE-Kapitän Stephan Herrmann pariert.

"Es war heute bestimmt kein fußballerischer Leckerbissen, eher über weite Strecken eine sehr zerfahrene und hektische Partie", kommentierte Michael Rösch das Lokalderby.
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