SV setzt erstes Ausrufezeichen

Vladimir Srajer (hinten) reagiert im Tor der Weidener prächtig: Der Tscheche war wieder einmal ein starker Rückhalt. Die Wasserballer siegten mit 12:6 gegen Laatzen und legten in der Abstiegsserie vor. Bild: Eger

Thomas Kick ist gerade einmal 25 Jahre alt, bei Weidens Wasserballern aber schon ein Routinier. Er sowie andere Erfahrene wie Thomas Aigner oder Sean Ryder sorgten am Donnerstag für einen idealen Auftakt bei den entscheidenden Abstiegsspielen.

Weiden. (mr) Von Euphorie gab es danach keine Spur: "Das war heute die Pflichtaufgabe", meinte Thomas Kick. "Eine solide Leistung, mehr nicht", ergänzte Kapitän Andreas Jahn. Mit einem 12:6 (3:1, 2:1, 3:4, 4:0)-Heimsieg gegen die SpVg Laatzen starteten die Wasserballer des SV Weiden am Donnerstag im Schätzlerbad in die Play-down-Serie der Bundesliga. Das Team, das als erstes drei Siege einfährt, bleibt Erstligist. Die andere Mannschaft steigt in die zweite Liga ab.

Am Ende war es ein deutliches Ergebnis, doch gegen Ende des dritten Viertels stand die Partie auf der Kippe. Die Gäste aus der Stadt nahe Hannover waren bis auf ein Tor herangekommen, ehe Sean Ryder mit seinem Tor zum 7:5 wieder für etwas mehr Sicherheit sorgte. "Wir haben es unnötig spannend gemacht", kritisierte Jahn nachher. Schon in den ersten beiden Vierteln hatte der SV genügend Chancen gehabt. Auf die Spannung Mitte des Spiels hätte auch Trainer Gerhard Wodarz gerne verzichtet: "Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, zu viele Fehler gemacht." Aber der Coach konnte sich an diesem Nachmittag auf seine erfahrenen Spieler verlassen.

Schon im Europacup

Allen voran Thomas Kick, der drei Treffer erzielte und in den entscheidenden Situationen das Team führte: "Das war heute ein Nervenspiel, da geht es um Kleinigkeiten", erklärte der 25-Jährige, der vergangenes Jahr noch mit Spandau deutscher Meister geworden war. Mit den Berlinern hatte er auch Europacup-Einsätze, auch diese Erfahrung kommt ihm im Abstiegskrimi entgegen. Und einer wie Sean Ryder, am Donnerstag ebenfalls gut in Form, zehrt von seiner Erfahrung als britischer Nationalspieler. Dass einige der jungen Spieler ab und an etwas wackelten, verstand Trainer Wodarz. "In einem Spiel, in dem es um alles geht, darf man auch nervös sein."

Am Samstag und Sonntag geht es dann in Laatzen erneut um alles. Mit zwei Siegen könnten die Weidener schon den Klassenerhalt perfekt machen. Auch bei zwei Niederlagen gibt es auf jeden Fall an Pfingstsamstag in Weiden ein viertes Spiel. "Laatzen ist eine starke Mannschaft. Es wird sehr schwer, dort zu gewinnen", sagt Wodarz. "Wenn wir einen Sieg dort holen könnten, wäre das schon super." Am Samstag sind die Voraussetzungen gar nicht so schlecht. Alexander Keding, am Donnerstag mit drei Toren bester Schütze der Niedersachsen, ist nach einer Roten Karte am Donnerstag gesperrt.

"Körperlich gut drauf"

Und noch einen weiteren Vorteil haben die Weidener. "Wir haben auch im letzten Viertel noch einmal Gas gegeben", freute sich Thomas Kick. Als die Partie nach dem 9:6 entschieden war, legten die Oberpfälzer noch drei Tore nach. "Dieser Erfolg wird uns einen Schub geben", ist sich Wodarz sicher. "In diesen Spielen zählt vor allem die Psyche", sagt Thomas Kick. "Und da haben wir Laatzen noch gezeigt, dass wir auch körperlich gut drauf sind."
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