SV-Wasserballer kassieren deftige 3:26-Pokalklatsche - Wodarz will Lektion schnell abgehakt ...
Hannover kennt kein Erbarmen

Die Weidener Torleute Matthias Kreiner (Bild) und Vladimir Srajer waren zu bedauern: 26 Mal mussten sie im Pokal-Achtelfinale gegen Waspo Hannover hinter sich greifen. Bild: Büttner
Weiden. (prg) Fans und Funktionäre hatten von ihrer Mannschaft keine Wunder erwartet, aber sicherlich ein bisschen mehr Gegenwehr: Die Wasserballer des SV Weiden erlebten gegen die mit Nationalspielern gespickten Wassersportfreunde (Waspo) Hannover ihr blaues Wunder und unterlagen im Achtelfinale des Deutschen Pokals haushoch mit 3:26.

Die Weidener Spieler wirkten von Beginn an überfordert und hatten dem schnellen, kraftbetonten Spiel der Niedersachsen nichts entgegenzusetzen. Über die gesamte Spieldauer ließen die Gäste um Nationaltorhüter und Kapitän Roger Kong im Tor die Hausherren überhaupt nicht ins Spiel kommen. Mit einem konsequenten Pressing kontrollierten die Titelwärter die Partie in der Weidener Thermenwelt nach Belieben.

Andere Wasserballwelt

Trainer Gerhard Wodarz will die Lektion so schnell wie möglich abhaken und fordert volle Konzentration für die kommenden Punktspielaufgaben. "Ich muss ehrlich gestehen, das ist eine andere Wasserballwelt, was die Hannoveraner ablieferten", sagte Wodarz. "Ich hätte mir von den meisten unserer Spieler einiges mehr an Engagement gewünscht, damit die unvermeidliche Niederlage nicht so hoch ausgefallen wäre." Man habe viele leichte Fehler gemacht, die der Gegner fast zu 100 Prozent ausgenutzt habe. "Ich bin froh, dass es vorbei ist und alle unverletzt das Spiel überstanden haben", erklärte der SV-Trainer mit Hinweis auf das nächste Spiel gegen den OSC Potsdam zu Hause (5. Dezember, 18 Uhr) und bei Neukölln Berlin am 12. Dezember.

Die Wassersportfreunde lieferten ein Torefestival ab, gingen bereits vor der ersten Viertelpause mit 8:0 in Führung. Im zweiten Viertel bemühten sich die Oberpfälzer mehr, um die Niederlage einigermaßen in Grenzen zu halten. Sie trafen zwei Mal ins gegnerische Tor, kassierten aber auch weitere sieben Gegentreffer. Das dritte Viertel lief ähnlich wie der erste Abschnitt ab (6:0). Im Schlussabschnitt erlaubten sich die Gäste einige Abschlussfehler und scheiterten häufig am gut aufgelegten Weidener Schlussmann Vladimir Srajer, dennoch ging auch dieses Viertel mit 5:1 deutlich an die Gäste. Waspo qualifizierte sich damit sicher für das Pokal-Viertelfinale und hat alles in eigener Hand, um seine ehrgeizigen Ziele mit der Meisterschaft und Pokalgewinn zu verwirklichen. Weiden dagegen hat unter den besten acht Teams im Wettbewerb nichts verloren und muss sich mit dem Vorhaben Klassenerhalt auseinandersetzen.
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