SVE muss im Derby punkten

Der Tabellenachte SV Mitterteich gastiert am Samstag um 14 Uhr beim Tabellen-14. SV Etzenricht zum Nord-Derby der Landesliga Mitte. Die Schlecht-Truppe aus dem Stiftland ist in diesem Aufeinandertreffen der Favorit, auch wenn die Gastgeber die letzten beiden Heimspiele gegen den SVM (Szene mit Martin Pasieka) mit 1:0 und 2:0 für sich entscheiden konnten. Bild: hfz

Der SV Etzenricht kommt einfach nicht aus der Abstiegsregion weg. Die Rast-Truppe benötigt weiterhin jeden Zähler. Ausgerechnet in dieser nicht leichten Situation kommt es zum Derby gegen den SV Mitterteich.

Etzenricht. Nach den beiden Erfolgen beim Mitkonkurrenten um den Ligaerhalt, dem TV Schierling, und daheim gegen Spitzenreiter SpVgg Ruhmannsfelden setzte es für den SVE zuletzt im Burglengenfelder Sportpark eine Niederlage. Lange gestaltete die Rast-Truppe die Partie auf Augenhöhe. Trotz Unterzahl drängte die Elf um Kapitän Stephan Herrmann auf den Ausgleich und kassierte mit offenem Visier in den fünf Schlussminuten noch zwei Gegentreffer. Das deutliche1:4 täuscht daher, wurde dem Gesamtbild nicht gerecht.

In Burglengenfeld blieb die Überraschung aus. Gegen die vom Weidner Reinhold Schlecht dirigierten Stiftländer muss ein neuer Versuch gestartet werden, den Relegationsplatz zu verlassen und den Anschluss zum Mittelfeld herzustellen. Anpfiff ist am Samstag, den 8. November, um 14 Uhr auf dem Etzenrichter Sportgelände.

Heidel wirft Handtuch

Schwerwiegender als die Niederlage in Burglengenfeld dürfte sich die nicht unumstrittene Rote Karte für Klaus Herrmann auswirken. Seine Erfahrung und Spielübersicht fehlen im Derby und nächste Woche beim nächsten Lokalschlager in Vilseck. Außerdem zog sich Marco Lorenz, ein weiterer Führungsspieler, eine Knöchelverletzung zu. Sein Einsatz ist fraglich. Trainer Bernd Rast hat ohnehin einen knapp ausgestatteten Kader, die Situation nach dem langfristigen Ausfall von Johannes Pötzl verschärft sich durch die inzwischen fünfte Rotsperre. Dazu kommt, dass Johannes Heidel nicht mehr zur Disposition steht. "Sein Ego war wichtiger als der Mannschaftserfolg, er wollte sich nicht auf die Bank setzen", bedauert der Trainer den nicht einkalkulierten Abgang. Ungeachtet der Personalklemme sieht Bernd Rast den Aufgaben optimistisch entgegen: "Jammern hilft uns jetzt nicht weiter. Wir sind im Moment gut drauf und müssen Punkte generieren."

Die Schlecht-Truppe spielt eine ausgezeichnete Rolle im laufenden Wettbewerb. Der Vorjahres-Sechste ist auf einem guten Weg sich im vorderen Feld einzureihen und nimmt aktuell Rang acht ein. Das selbst formulierte Nahziel, die 30-Punkte-Marke zu übertreffen, haben die Kicker aus dem Stiftland mit einem 1:0 gegen den hoch gehandelten ASV Neumarkt bereits erreicht. Auch die Auswärtsstatistik (5/1/3) kann sich sehen lassen. Die Heimbilanz des SVE lautet: 3/3/3.

Hinter dem SVM-Erfolg stehen das Team, aber auch einzelne Namen: Trainer Schlecht kennt die Liga und deren Anforderungen bestens, hat die Rückendeckung von Abteilungsleiter Roland Eckert. Mit der Rückkehr von Stefan Meisel aus Weiden gelang ein Coup, denn der Stürmer traf in der laufenden Serie bereits 14 Mal und auch der Ex-Etzenrichter Ralf Jakob spielt sich mehr und mehr in den Vordergrund. Eine kleine Negativserie im September überstand das eingespielte Team. Es gewann die letzten zwei Auswärtsauftritte in Vilseck und in Burglengenfeld. Im Hinspiel unterlag Etzenricht glatt mit 0:3. Das hart umkämpfte Match hatte damals Parallelen mit dem der Vorwoche. Bis zur 86. Minute versuchten Herrmann & Co beherzt, das 0:1 aus der 47. Minute auszugleichen, fing aber in den letzten Minuten klassische Konter ein.
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