SVS: Ende der Torwart-Misere

Torwart Tobias Eiber (am Boden) wechselt vom Kreisligisten TSV Winklarn zum Bezirksligisten SV Schwarzhofen. Bild: bwr

Am Freitagnachmittag gab es kleine Zäsur beim Bezirksligisten SV Schwarzhofen: Der letzte Spieler mit ausländischen Pass meldete sich ab. Schon in der Winterpause hatten die letzten bulgarischen Akteure den Klub verlassen, jetzt orientieren sich auch zwei Tschechen anderweitig. Im Tor tut sich ohnehin einiges.

Schwarzhofen. (mr) Mit Tomas Rezny meldete sich am Freitagnachmittag der letzte ausländische Spieler ab: "Tomas hat mir gerade mitgeteilt, dass er aus familiären Gründen zurück nach Tschechien geht. Er ist auch vor kurzem erst Vater geworden", erklärt Abteilungsleiter Rüdiger Hügel den Weggang des Mittelstürmers, der aus Teplice stammt. Deswegen kann es gut sein, dass die Schwarzhofener im Sturmbereich noch einmal nachlegen.

Starke Junioren-Jahrgänge

Ansonsten steht aber das Gerüst für die kommende Spielzeit - mit ausschließlich deutschen Spielern. "Wir versuchen, ohne Legionäre auszukommen", sagt Hügel. Zumal beim SV Schwarzhofen ohnehin starke Junioren-Jahrgänge bereit stehen. Der 1996er und 1997er sind sehr hoffnungsvoll. Insgesamt stehen Trainer Adi Götz, der seinen Vertrag schon vor einigen Tagen um ein weiteres Jahr verlängert hat, vor dem Trainingsauftakt am Sonntag (17 Uhr) schon zehn Neuzugänge zur Verfügung. "Vor allem auf der Torwartposition hatten wir dringenden Handlungsbedarf", sagt Hügel. Im Winter hatte Stammkeeper Borislav Stoyanov aus Bulgarien den SVS verlassen. Für ein halbes Jahr kam der Tscheche Robert Lang, der jetzt zur SpVgg Willmering wechselt. Jetzt haben die Schwarzhofener aber richtig nachgelegt. Vom TSV Winklarn wurde Keeper Tobias Eiber verpflichtet, vom SV Erzhäuser Tobias Uber. Hinzu kommt noch Christopher Wenzl, der eigentlich nicht als Neuzugang zählt. Er ist noch für die A-Jugend spielberechtigt, hätte aber auch die Spielgenehmigung für die Senioren. "In der vergangenen Saison standen ja auch schon mal Feldspieler im Tor, weil sich unsere Keeper verletzt haben", blickt Hügel zurück. Das dürfte in Schwarzhofen Geschichte sein. Auch Trainer Götz war sehr wichtig, dass auf der Torwart-Position eine solide Lösung gefunden wird.

Mit Christopher Ludascher vermeldet der SVS einen starken Neuzugang für die rechte Offensivseite. Ludascher wechselt vom Bayernligaaufsteiger ASV Burglengenfeld zum SV, er war auch schon für den 1. FC Schwarzenfeld und die DJK Vilzing höherklassig aktiv. Weitere Neuzugänge sind Christoph Ferstl (TSV Winklarn) sowie Stefan Beer und Niko Plep, beide vom SV Erzhäuser. Aus den eigenen A-Junioren stoßen Simon Meindl, Eugen Setilin, Marvin Weigl und Johannes Fleischmann zum Bezirksliga-Kader. Sie alle gehören dem Jahrgang 1996 an. Vom noch ein Jahr jüngeren Jahrgang sollen auch immer wieder Spieler ins Training der "Ersten" hochgezogen werden. Dazu gehört auch Julian Ziereis, Bruder von Philipp Ziereis, der aus Schwarzhofen stammt und mittlerweile beim Zweitligisten FC St. Pauli spielt. "Ein starker Sechser", sagt Hügel über den jüngeren Ziereis. Der SV Schwarzhofen hat auch deswegen für den Toto-Pokal gemeldet, um den jüngeren Spielern dort Einsatzzeiten zu geben. Nicht mehr zum Kader gehören Thomas Hauser (SpVgg Neukirchen-Balbini) und Nico Benthin, der eine Pause einlegt.

Nach der Verjüngung im Kader wollen sie sich in Schwarzhofen nicht unter Druck setzen lassen. Ein Saisonziel gibt's noch keines. Vorne mitspielen wollen sie wohl allemal.
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